Lagekarte Ölkrise · Stand 02.10.2026

Ölkrise 2026: Wo das Öl feststeckt und was es dich kostet

65 Meerengen, Pipelines und Häfen mit Status, die Entwicklung seit Januar, dazu Heizölpreise und Gasspeicher je Land. Jede Zahl mit Datum und Quelle.

Womit heizt du?

Deine Antwort übernimmt der Rechner
kostenlos · ohne Login · wir verkaufen nichts

Stand heute · Alle Angaben als Liste

MalakkaBosporusDänische MeerengenDruschbaRotterdamHoustonLibyenNigeriaTurkStreamTransmedMedgazTAPSabine PassCorpus ChristiPlaqueminesGolden PassJamal LNGSachalin 2GladstoneWilhelmshavenBrunsbüttelGate RotterdamŚwinoujścieBarcelona LNGIsle of GrainRevithoussaKrkBTCESPO-ChinaKZ-ChinaKapADCOPArctic LNG 2ZeebruggeESPOTMXGoreh-JaskSundaLombokSuezPanamaSUMEDKirkuk–CeyhanCPCFujairahUst-LugaNY HarborNorwegen-GasBonny LNGMukranDünkirchenMontoirKeystoneHormusBab al-MandabOst-West-PipelineRas TanuraBasraYanbuGreenstreamSouth HookKhargRas LaffanNord StreamJamal-Europa
Statusgesperrtstark eingeschränktgestörtUmweg aktivläuft
TypSeewegPipelineMeerengeHafenGas und LNG
BewegungVerkehr läuftgesperrt
Heute, 02.10.2026
Alle 65 Punkte, Quellen und Chronik 2026

Lage an 65 Öl-Engpässen, Pipelines und Häfen am

OrtStatusLageQuelle
Kharg IslandHafen und TerminalblockiertIrans wichtigstes Exportterminal liegt unter der US-Blockade. Laut US-Militär trafen US-Kräfte am 05.09. drei iranische Tanker. Aktuell: Exporte laut US-Militär bei null, nicht unabhängig bestätigt. Vorher: rund 1,68 Mio. Barrel am Tag. CENTCOM-Chef Brad Cooper sagte am 19.09., Iran habe unter der Blockade null Barrel ausgeführt. Das US-Militär ist Konfliktpartei, eine unabhängige Bestätigung liegt nicht vor. Laut US-Finanzminister Scott Bessent, zitiert von Al Jazeera am 28.09., lagern rund 15 Mio. Barrel iranisches Öl auf See, die binnen zwei Wochen nach China verschifft werden könnten. Bessent gehört zu einer Konfliktpartei.Fortune 19.09.2026 (CENTCOM), Al Jazeera 28.09.2026, Washington Post 05.09.2026, CNN 05.09.2026
Ras Laffan (Katar, LNG)Hafen und TerminalForce Majeure (LNG)QatarEnergy hat die Force Majeure am 28.09. erneut verlängert, nun bis in den November und für einzelne Kunden bis Anfang Dezember. Zwei LNG-Stränge sind beschädigt, ihre Reparatur dauert laut Konzernchef bis zu drei Jahre. Aktuell: rund 17 % der katarischen LNG-Kapazität außer Betrieb (QatarEnergy, 21.09.2026); Force Majeure verlängert bis November, für die italienische Edison bis Anfang Dezember (The National, 28.09.2026). Vorher: 509 Ladungen im 1. Halbjahr 2025. Betroffen sind laut The National Käufer in Pakistan und Bangladesch, mindestens ein Käufer in Indien und Edison. Konzernchef Saad al-Kaabi nannte die laufende LNG-Produktion am 21.09. sehr begrenzt. Nach einer Öffnung von Hormus könne Katar den Normalbetrieb binnen Wochen wiederherstellen. Der Ausbau des North Field hänge an der Meerenge, weil Anlagenteile nicht ankommen. Eine Gas-to-Liquids-Anlage am selben Standort soll im ersten Quartal 2027 wieder laufen.The National 28.09.2026, QatarEnergy via Tradingpedia 21.09.2026, Euronews 31.08.2026
Nord Stream 1 und 2 (Ostsee)Gaspipelinezerstört und sanktioniertSeit den Sprengungen vom 26. September 2022 fließt über beide Systeme kein Gas. Die EU verhängte am 18. Juli 2025 ein vollständiges Transaktionsverbot, das auch Wartung und jede künftige Nutzung untersagt. In Deutschland läuft ein Strafverfahren, der erste Prozess ist für den 26. Oktober 2026 am Oberlandesgericht Hamburg angesetzt. Aktuell: kein Durchfluss, drei der vier Röhren beschädigt (Stand 17.09.2026). Vorher: je 55 Mrd. Kubikmeter im Jahr ausgelegt, Nord Stream 2 war nie kommerziell in Betrieb. Angaben: Al Jazeera, 31.08.2026: beide Systeme wurden bei den Explosionen zerstört; Wikipedia-Sachstand, 17.09.2026: Leitung B von Nord Stream 2 blieb unbeschädigt, Reparatur der übrigen geschätzt rund 500 Mio. Dollar; Putin laut TASS, 04.06.2026: für die verbliebene Leitung brauche es nur eine Entscheidung der Bundesregierung; Bundestag, Debatte 21.05.2026: alle Fraktionen außer der AfD lehnten eine Wiederinbetriebnahme ab. Die Angaben zur Wiederinbetriebnahme stammen überwiegend von russischer Seite oder von US-Investoren mit eigenem Interesse und sind unabhängig nicht bestätigt. Zur Täterschaft liegen Anklagen vor, keine Urteile; die Ukraine bestreitet eine Verwicklung.Rat der EU 18.07.2025, Al Jazeera 02.07. und 31.08.2026, TASS 04.06.2026, Deutscher Bundestag 21.05.2026
Jamal-Europa-Pipeline (über Belarus und Polen)Gaspipelineseit 2022 stillgelegtGazprom stellte im Mai 2022 alle Flüsse durch den polnischen Abschnitt ein, nachdem Russland Sanktionen gegen die Betreibergesellschaft verhängt hatte. Seither gibt es keinen Westtransit. Polen übernahm im November 2022 den Gazprom-Anteil am polnischen Abschnitt. Aktuell: kein Westtransit, Stand der Erfassung 16.09.2026. Vorher: Nennkapazität 33 Mrd. Kubikmeter im Jahr. Für 2026 liegt keine tagesaktuelle Flussmessung vor. Die Einstufung stützt sich auf den Stand bei Global Energy Monitor und das Ausbleiben gegenteiliger Meldungen.Global Energy Monitor, Seitenstand 16.09.2026, Moscow Times 12.05.2022
Straße von HormusMeerengeeingeschränkt, Zahlen stark umstrittenNicht mehr faktisch geschlossen, aber weit unter Normalbetrieb. Die Revolutionsgarden erklärten die Straße am 11.07. für gesperrt, die USA blockieren seit dem 14.07. iranische Häfen und geleiten Schiffe. Im September hat sich der Verkehr weiter erholt, Saudi-Arabien verlädt wieder große Mengen. Wie viel genau durchkommt, ist zwischen US-Regierung und Schiffsverfolgern weiter heftig umstritten. Am 01.10. wurde in der Straße erneut ein Tanker von einem unbekannten Geschoss getroffen (UKMTO). Die Revolutionsgarden nannten die Straße am 29.09. geschlossen und bestritten die US-Darstellung, sie sei offen; Parlamentspräsident Ghalibaf warnte am selben Tag, ohne Sicherheit für Iran bleibe keine Infrastruktur sicher. Aktuell: 7,4 Mio. Barrel am Tag im September durch die Straße, 19 Tanker in der Woche bis 27.09., davon 17 Supertanker (Kpler via Al Jazeera, 28.09.2026). Vorher: rund 100 Schiffe am Tag (Lloyd’s List), 20,9 Mio. Barrel am Tag im 1. Halbjahr 2025 (EIA). Angaben: Kpler via Al Jazeera, 28.09.: 7,4 Mio. Barrel am Tag im September durch die Straße; 19 Tanker in der Woche bis 27.09., davon 17 Supertanker; Kpler via CNN, 29.09.: 13,1 Mio. Barrel am Tag in der letzten Septemberwoche gegen 17,1 Mio. vor dem Krieg, rund 77 Prozent; Reuters, 29.09.: 9 Mio. Barrel am Tag im Sieben-Tage-Schnitt bis 22.09., rund 60 Prozent des Niveaus von 2025; US-Finanzminister Bessent via Al Jazeera, 28.09.: 15 bis 22 Mio. Barrel am Tag gegen rund 20 Mio. vor dem Krieg; IEA, 18.09.: 7,6 Mio. Barrel am Tag im August, 13,1 Mio. unter Vorkriegsniveau; Kpler via Splash247, 30.09.: 9,72 Mio. Barrel am Tag im Septembermittel, Tief im Juli 2,2 Mio.; Kpler via IBTimes, 01.10.: 13,5 Mio. Barrel Rohöl am Tag (Tageswert 28.09.), etwa Vorkriegsniveau; Raffinerieprodukte nur 677.000 Barrel am Tag im Siebentageschnitt gegen 3,6 Mio. vor dem Krieg. Die Angaben gehen um ein Vielfaches auseinander, weil sie Verschiedenes messen: Rohöl durch die Straße, alle Ladungen der Region, Schiffszählungen. Auch zwei Kpler-Werte für September weichen voneinander ab (7,4 Mio. via Al Jazeera am 28.09., 9,72 Mio. via Splash247 am 30.09.); die Berichte nennen die genaue Abgrenzung nicht. AIS-Daten unterschätzen den Verkehr, weil Schiffe ihre Transponder abschalten. Die US-Regierung ist Konfliktpartei. Matt Smith von Kpler sagte laut CNN am 29.09., bei diesen Mengen verliere Iran seinen Einfluss. Natasha Kaneva von JP Morgan sagte in derselben Meldung, höhere Durchfahrtszahlen seien nicht mit mehr Sicherheit zu verwechseln, sondern zeigten, dass die Branche unter dauerhaftem Risiko arbeiten könne.Al Jazeera 28.09.2026 (Kpler), CNN 29.09.2026 (Kpler), Reuters via Baird Maritime 29.09.2026, IEA Commentary 18.09.2026, Splash247 30.09.2026 (Kpler), IBTimes 01.10.2026 (Kpler), Asharq Al-Awsat 02.10.2026 (UKMTO), Times of Israel 29.09.2026, EIA
Bab al-MandabMeerengestark eingeschränktHuthi-Kräfte halten Mokha, Dhubab, Perim und die Hanish-Inseln und haben ihre Kontrolle über die Rotmeerküste ausgeweitet. Die Höhen über der Meerenge haben sie laut Al Jazeera (01.10.) bisher nicht eingenommen. Regierungstruppen weiteten ihre Angriffe in der Region Taiz aus, gemeldet am 27.09. Ein Angriff auf ein Handelsschiff wurde seit dem 24.08. nicht gemeldet. Aktuell: 26 Schiffe am Tag im Septemberschnitt (Kpler via Anadolu, 11.09.2026); für die letzte Septemberwoche liegt keine neue Zählung vor. Vorher: rund 71 Schiffe am Tag im Mittel von Januar 2022 bis Oktober 2023 (Anadolu), 4,2 Mio. Barrel am Tag vor der Rotmeerkrise (EIA). Die Erhebungen widersprechen sich weiter: Reuters zählte am 16.09. 21 Durchfahrten, das Middle East Monitor zitierte IMF PortWatch am 17.09. mit 4 Schiffen in 24 Stunden, und Anadolu nennt dieselbe Datenquelle für den August mit 28 Schiffen am Tag. Die G7 forderten am 22.09. die Huthis auf, Angriffe auf die zivile Schifffahrt einzustellen, und Iran, die Bewaffnung der Huthis zu beenden. Der UN-Sicherheitsrat nannte am 18.09. mindestens 125.000 Vertriebene seit Anfang September. Die jemenitische Regierung meldete am 27.09. Angriffe an fünf Orten im Raum Taiz. Gegen Saudi-Arabien gehen die Angriffe weiter: Am 01.10. meldete die saudisch geführte Koalition vier Drohnen und zwei ballistische Raketen auf Khamis Muschait und Jazan als abgefangen, Trümmer beschädigten Gebäude (Arab News); einen von der Koalition gemeldeten Angriff auf ein Umspannwerk in Medina am 29.09. bestreiten die Huthi, Al Jazeera konnte ihn nicht prüfen.Anadolu 11.09.2026 (Kpler und IMF PortWatch), Middle East Monitor 17.09.2026, Al Jazeera 24. und 27.09. sowie 01.10.2026, Arab News 01.10.2026, Critical Threats 27.09.2026, G7-Erklärung 22.09.2026, EIA
Ost-West-Pipeline (Abqaiq nach Yanbu)Pipelineläuft wieder, rund halbe KapazitätDie Leitung pumpt seit dem 22.09. wieder und erreichte laut Bloomberg zum Ende der Woche mindestens die Hälfte ihrer Kapazität. Nach Drohnentreffern an Pumpstationen war sie seit Mitte September abgeschaltet. Sie ist der wichtigste Weg, saudisches Öl an Hormus vorbei ans Rote Meer zu bringen. Aktuell: mindestens 3,5 Mio. Barrel am Tag, etwa die Hälfte der Kapazität von 7 Mio. und rund zwei Drittel des Durchsatzes vor dem Angriff (Bloomberg via Rigzone, 28.09.2026). Vorher: Kapazität 7 Mio. Barrel am Tag; vor dem Ausfall rund 5,5 Mio. Durchsatz, davon 4,5 Mio. Export (Kpler, 17.09.). Angaben: Bloomberg via Rigzone, 28.09.: mindestens 3,5 Mio. Barrel am Tag, etwa die Hälfte der Kapazität von 7 Mio.; Kpler via Reuters, 29.09.: rund 2,65 Mio. Barrel am Tag, in den kommenden Tagen 3 bis 4 Mio. erwartet; zwei Handelsquellen via Reuters, 29.09.: Verladungen in Yanbu rund 2 Mio. Barrel am Tag; Sicherheitsquelle via Business Standard, 22.09.: 40 % der Kapazität in wenigen Tagen, vollständiger Neustart sechs bis acht Wochen. Drei von elf Pumpstationen wurden beschädigt. Aramco und das saudische Energieministerium haben sich nicht geäußert, alle Angaben stammen von ungenannten Quellen und von Schiffsverfolgern, und sie gehen auseinander. Von den 7 Mio. Barrel Kapazität gehen rund 1,5 Mio. an inländische Raffinerien. Ein vollständiger Neustart kann laut Bloomberg rund sechs Wochen dauern. Auch das Datum des Treffers ist strittig: Bloomberg und Rigzone nennen den 10.09., CNN und Business Standard den 11.09., Arab News den 13.09. Saudi-Arabien macht Iran-nahe Milizen im Irak verantwortlich. Bekannt hat sich niemand.Bloomberg via Rigzone 28.09.2026, Reuters via Marine Link und Baird Maritime 29.09.2026, Business Standard 22.09.2026, Kpler 17.09.2026
Ras TanuraHafen und Terminallädt, Weg führt durch HormusDie Verladung wurde stark hochgefahren, um den Ausfall von Yanbu aufzufangen. Das Öl muss durch die Straße von Hormus. Seit dem Neustart der Ost-West-Pipeline läuft ein Teil der Ausfuhren wieder über das Rote Meer. Aktuell: rund 14 Mio. Barrel auf sieben Supertankern an einem Ladetag am Wochenende 20. und 21.09. (TankerTrackers via Reuters); Golfverladungen im Schnitt 3,7 Mio. Barrel am Tag seit 12.09., davor 2,9 Mio. (Vortexa). Vorher: sonst 6 bis 7 Schiffe pro Woche. MarineTraffic misst für denselben Ladetag sechs Supertanker mit knapp 12 Mio. Barrel. Die Erhebungen unterscheiden sich in Methode und Zeitfenster, beide zeigen denselben starken Anstieg.Reuters via Al Arabiya 21.09.2026, Gulf News 23.09.2026
BasraHafen und Terminalstark eingeschränktExporte teils mit Umladen auf See vor Oman. Das Ölministerium korrigierte am 22.09. Medienberichte über 4 Mio. Barrel am Tag. Aktuell: rund 2,6 Mio. Barrel am Tag aus den Südhäfen im September (Basra Oil Company, 24.09.2026); für die Gesamtausfuhr nennt Al Jazeera am 28.09. rund 2,5 Mio. Die Werte messen Verschiedenes.. Vorher: 3,4 Mio. Barrel am Tag. Die kursierenden 4 Mio. Barrel bezogen sich laut Ministerium auf einen einzelnen Exporttag mit einer Ladung Qayara-Rohöl außerhalb von Hormus. Laut Al Jazeera (28.09.) sind rund 90 % der Ausfuhren über die Golfrouten blockiert, die Einnahmeverluste seit Kriegsbeginn beziffert der Bericht auf rund 60 Mrd. US-Dollar. Der Irak strebt eine höhere OPEC-plus-Basislinie von 6 Mio. Barrel am Tag an.Al Jazeera 28.09.2026, Asharq Al-Awsat 24.09.2026 (Basra Oil Company), Iraq Business News 22.09.2026
YanbuHafen und TerminalExport läuft wieder, AngriffsrisikoDie Rohölexporte laufen seit dem 22.09. wieder. Satellitenbilder der ESA vom 27.09. zeigen laut Reuters rund 40 Tanker vor den Terminals. Die Huthis reklamierten am 24.09. Angriffe auf Aramco-Anlagen in Yanbu, die saudisch geführte Koalition meldete sechs abgefangene Raketen. Aktuell: rund 2,65 Mio. Barrel am Tag, Richtung 3 bis 4 Mio. (Kpler via Splash247, 30.09.2026); rund 2 Mio. Barrel am Tag Verladung seit der Vorwoche (zwei Handelsquellen via Reuters, 29.09.2026); knapp 10 Mio. Barrel in Yanbu und Al Muajjiz verladen bis zum 27.09. (ESA-Bilder via Reuters). Vorher: bis 4,5 Mio. Barrel am Tag Export über die Pipeline (Kpler). Die Raffinerie Yasref in Yanbu liefert normalerweise rund 200 Tsd. Barrel Diesel am Tag. Der Ausfall der Ausfuhren über Yanbu hat Mitteldestillate in Europa verknappt (Kpler, 17.09.). Frankreich sagte am 25.09. Soldaten, Radare und Luftabwehr für Yanbu zu (Präsident Macron via Al Jazeera). Europäische Vertragskunden bekamen für Oktober laut Bloomberg keine Zuteilung. Saudi-Arabien exportierte im September rund 5,4 Mio. Barrel am Tag nach 2,45 Mio. im August (Kpler via Splash247). Kronprinz Mohammed bin Salman kündigte am 30.09. eine entschlossene Antwort auf jede Bedrohung an und verwies auf eine multinationale Seekoalition (Al Jazeera).Reuters via Marine Link und Baird Maritime 29.09.2026, Splash247 30.09.2026 (Kpler), Al Jazeera 24., 25. und 30.09.2026, Bloomberg via Rigzone 22.09.2026, Kpler 17.09.2026
Greenstream (Libyen nach Sizilien)Gaspipelinenur RestflussDie Leitung von Mellitah nach Gela läuft nur noch mit einem Bruchteil ihrer Kapazität. Libyens Inlandsstrombedarf hat Vorrang, die Exporte nach Italien sind auf den tiefsten Stand seit über zwanzig Jahren gefallen. Aktuell: 2025 im Schnitt 105 Mio. Kubikfuß am Tag, minus 22 Prozent, rund 14 Prozent der Kapazität. Vorher: Kapazität rund 775 Mio. Kubikfuß am Tag. Die Angabe stammt aus einem Bericht über Zahlen der libyschen NOC, eine Primärquelle mit Werten für 2026 fehlt.The Rio Times 28.08.2026, MEES 01.05.2026
South Hook LNG, Milford HavenLNG-Terminal (Import)Katar-Terminal ohne KatarSouth Hook gehört zu 67 Prozent QatarEnergy und wurde eigens für katarisches Gas gebaut. Seit dem 10. April 2026 ist dort keine katarische Ladung mehr angekommen, das war die letzte Europa-Lieferung Katars überhaupt. Das Terminal mit der stärksten Einzelabhängigkeit ist damit das am härtesten getroffene. Aktuell: letzte katarische Lieferung nach Europa am 10.04.2026, Force Majeure von QatarEnergy verlängert bis Anfang November 2026. Vorher: ausgelegt auf 15,6 Mio. Tonnen im Jahr, rund 20 Prozent des britischen Gasbedarfs. Wie viel das Terminal seither aus anderen Quellen umschlägt, ist nicht öffentlich beziffert. Die Einstufung stützt sich auf das Ausbleiben der vertraglichen Hauptquelle, nicht auf eine gemeldete Abschaltung.Cedigaz 23.04.2026, Euronews 31.08.2026, Global Energy Monitor 17.09.2026
SuezkanalKanalgestörtOffen, der Verkehr erholt sich. Die Kanalbehörde meldet für August 27 Prozent mehr Schiffe als ein Jahr zuvor, große Reedereien kehren zurück. Aktuell: 1.358 Schiffe im August 2026, 27 % mehr als im August 2025 (Kanalbehörde). Vorher: Suez und SUMED zusammen 4,9 Mio. Barrel am Tag. Umgerechnet rund 44 Schiffe am Tag. Die Einnahmen lagen im August bei 567,1 Mio. US-Dollar, 56,7 % mehr als im August 2025. Am 22.09. passierte das Großcontainerschiff OOCL Portugal erstmals den Kanal im Nordkonvoi. Für die letzte Septemberwoche liegen keine neuen Zahlen vor.Suezkanalbehörde via Cyprus Shipping News und allAfrica 22.09.2026, EIA
PanamakanalKanalgestört (Dürre)Wegen einer El-Niño-Dürre lässt die Kanalbehörde weniger Schiffe durch und begrenzt den Tiefgang. Mit dem Nahost-Konflikt hat das nichts zu tun. Aktuell: 32 Durchfahrten am Tag, ab 15.10.2026 wieder 33 (Kanalbehörde, 28.09.2026). Vorher: 36 am Tag normal, 2,3 Mio. Barrel am Tag. Die Kanalbehörde hob am 28.09. den höchstzulässigen Tiefgang in den Neopanamax-Schleusen mit sofortiger Wirkung von 14,63 auf 14,94 Meter an und begründete das mit Niederschlägen nahe dem langjährigen Mittel und mit Wassersparmaßnahmen. Das Einzugsgebiet bleibt laut Behörde im Wasserdefizit.Panamakanalbehörde 28.09.2026, Rio Times, EIA
SUMED-PipelinePipelineläuft, Nachschub gefährdetBringt Öl vom Roten Meer ans Mittelmeer. Mit dem Neustart der Ost-West-Pipeline läuft der saudische Nachschub wieder. Aktuell: in Sidi Kerir wird seit dem 22.09. nach zehn Tagen Pause wieder verladen (Reuters, 29.09.2026). Vorher: Kapazität 2,5 Mio. Barrel am Tag. Die Mengenangaben für den August gehen auseinander: Rio Times nannte am 17.09. rund 1,9 Mio. Barrel am Tag für die gesamte Leitung, Reuters nannte am 24.09. rund 2,3 Mio. Barrel am Tag allein für saudisches Rohöl über Sidi Kerir. Händler verlegten Tanker nach Port Said für Umladungen und nach Sidi Kerir für saudische Ladungen.Rio Times 17.09.2026, Reuters via EnterpriseAM 24.09.2026, Reuters via Marine Link 29.09.2026
Kirkuk–CeyhanPipelinestark gedrosseltLäuft auf niedrigem Niveau. Das Abkommen mit der Türkei wurde am 01.08. um ein Jahr verlängert. Seit dem 16.09. fährt der Irak zusätzlich Rohöl aus Basra per Lkw nach Kirkuk, um es über Ceyhan an Hormus vorbei auszuführen. Aktuell: 120 bis 135 Tsd. Barrel am Tag (Mitte August); für die letzte Septemberwoche liegt kein Durchsatzwert vor. Vorher: rund 300 Tsd. Barrel am Tag im Juli. Die Angaben widersprechen sich. Al Jazeera nennt am 28.09. eine Vereinbarung über 750 Tsd. Barrel am Tag, Shafaq News nannte im August einen tatsächlichen Durchsatz von 120 bis 135 Tsd. Der Chef der Basra Oil Company nannte 250 Tsd. Barrel am Tag, die per Lkw nach Kirkuk gefahren werden; der Pilotbetrieb begann am 16.09.Al Jazeera 28.09.2026, Devdiscourse 09/2026, Shafaq News 13.08.2026
CPC-Pipeline nach NoworossijskPipelinegestört, erholtNach Angriffen auf Tanker im Schwarzen Meer im Juli stieg die Verladung im August wieder deutlich. Für September wird wegen der Wartung am Feld Karatschaganak ein Rückgang erwartet. In der letzten Septemberwoche wurde kein Angriff gemeldet. Aktuell: 1,6 Mio. Barrel am Tag im August, für September rund 1,5 Mio. erwartet (Reuters via Pipeline & Gas Journal, 14.09.2026). Vorher: 1,32 Mio. Barrel am Tag im Juli. Die Wartung in Karatschaganak lief vom 07.09. bis zum 01.10. und kostet laut Times of Central Asia 400 bis 450 Tsd. Tonnen Öl und Gaskondensat. Kasachstan senkte sein Jahresziel 2026 von 98 auf 96 Mio. Tonnen. Über 80 % der kasachischen Ausfuhren laufen über die CPC. Für die Verladungen im Oktober liegt kein Plan vor. Die russischen Ölexporte über den Hafen Noworossijsk stiegen im September laut Marktquellen auf 650 Tsd. Barrel am Tag; die CPC-Mengen laufen über ein eigenes Terminal und sind darin nicht enthalten (Newsquawk, 22.09.).Pipeline & Gas Journal 14.09.2026, Times of Central Asia 16.09.2026, Newsquawk 22.09.2026
FujairahHafen und Terminallädt, AngriffsrisikoEndpunkt der ADCOP-Pipeline, liegt schon außerhalb von Hormus am Golf von Oman. Aktuell: siehe ADCOP.Argus
Ust-Luga und PrimorskHafen und Terminallädt trotz AngriffenUkrainische Drohnen trafen Ust-Luga am 14.08. und 01.09. Russland verlädt trotzdem mehr. Die Angriffswelle auf Raffinerien im Hinterland hält an, auf den Hafen selbst wurde in der letzten Septemberwoche kein Angriff gemeldet. Aktuell: Ust-Luga rund 700 Tsd. Barrel am Tag (Reuters via Moscow Times, 01.09.2026); russische Seeexporte 3,71 Mio. Barrel am Tag im Vierwochenschnitt bis 27.09.2026 (Bloomberg via Moscow Times, 29.09.2026). Am 26.09. brannte die Raffinerie Ilski in der Region Krasnodar nach einem Drohnenangriff, sie verarbeitet 6,6 Mio. Tonnen im Jahr. Russland verlängerte am 30.09. das Dieselexportverbot für Produzenten bis zum 31.10.; Benzin bleibt bis Januar gesperrt, Kerosin bis November (Moscow Times). In der Nacht zum 02.10. trafen ukrainische Drohnen laut Meduza die Raffinerie Wolgograd und eine Transneft-Anlage mit Tanklager bei Samara; die Brände sind nur durch Augenzeugenvideos belegt, offiziell bestätigt ist ein Drohnenangriff auf Industrieinfrastruktur. Präsident Putin schätzte die Kosten der Raffinerieangriffe am 01.10. auf rund 1 % des BIP (Meduza). Ein Dekret vom 28.09. verbietet, Raffinerie- und Exportdaten zu veröffentlichen, sofern die Unternehmen sie nicht selbst offenlegen (Kyiv Independent); das erschwert unabhängige Zahlen zu Ausfällen. Der ukrainische Generalstab sprach am 21.09. von über 45 % Rückgang der russischen Raffineriekapazität. Die Ukraine ist Konfliktpartei, eine unabhängige Bestätigung gibt es nicht.Bloomberg via Moscow Times 29.09.2026, Reuters via Moscow Times 01.09.2026, Kyiv Independent 26. und 28.09.2026, Moscow Times 30.09.2026, Meduza 01. und 02.10.2026
New York HarborHafen und TerminalDestillat sehr knappPreisort für Heizöl im US-Nordosten. Heizöl und Diesel stammen aus derselben Destillatgruppe und bewegen sich deshalb zusammen: Diesel erreichte am 22.09. mit 6,53 Dollar je Gallone einen Rekord im US-Einzelhandel und liegt seitdem knapp darunter. Aktuell: Heizöl im Bundesstaat New York 6,27 USD je Gallone, 70,1 % über dem Vorjahr (NYSERDA, Erhebung 21.09.2026); Destillatbestände landesweit 107,4 Mio. Barrel, rund 12 % unter dem Fünfjahresschnitt (EIA, 18.09.2026). Vorher: Heizöl in New York 3,687 USD je Gallone im September 2025. Ein Verbot von US-Dieselexporten ist nicht entschieden. Präsident Trump nannte es am 27.09. sehr ernsthaft geprüft, das Weiße Haus signalisierte Senator Ted Cruz am 26.09., es werde nicht kommen, und Energieminister Chris Wright sagte am 23.09., ein Verbot funktioniere nicht. Am 28.09. hieß es aus dem Weißen Haus, geprüft würden drei Wege unterhalb eines Verbots. Diesel im US-Einzelhandel kostete am 29.09. 6,44 USD je Gallone (AAA).NYSERDA Weekly Energy and Fuel Markets Report 25.09.2026, EIA Weekly Petroleum Status Report 23.09.2026, AAA 29.09.2026, Yahoo Finance 28.09.2026
Langeled und das norwegische ExportnetzGaspipelineWartungssaison, Flüsse reduziertNorwegen ist mit rund einem Drittel der EU-Gasimporte der größte Lieferant Europas. Im September 2026 läuft die jährliche Wartungssaison, die die Lieferungen für mehrere Wochen senkt, und das bei niedrigen Speicherständen. Ein außergewöhnlicher Ausfall ist nicht belegt. Aktuell: saisonale Wartungen senken die Lieferungen mehrere Wochen (Gas Outlook, 07.09.2026). Vorher: Pipeline-Exporte 2025: 114,9 Mrd. Kubikmeter, minus 2,3 Prozent gegenüber dem Rekord 2024; normal rund 340 Mio. Kubikmeter am Tag. Ein Planwert von Oktober 2025 nannte für September 2026 Wartungsausfälle von 26 Mio. Kubikmeter am Tag. Eine Bestätigung der tatsächlichen Ausfälle liegt nicht vor.Gas Outlook 07.09.2026, Argus Media 31.10.2025, Pipeline & Gas Journal Januar 2026 (Gassco)
Nigeria LNG, Bonny IslandLNG-Terminal (Export)Force Majeure, GasmangelNigeria LNG produziert, steht aber seit 2022 durchgehend unter Force Majeure, weil aus dem Hinterland zu wenig Gas ankommt. Aufgehoben wird sie erst bei 90 Prozent Auslastung. Trotz der Preisrally bedient das Unternehmen nach eigener Aussage zuerst die Bestandskunden. Aktuell: Auslastung 82 bis 83 Prozent, Force Majeure weiter in Kraft (17.09.2026). Vorher: sechs Trains mit 22 Mio. Tonnen im Jahr, Train 7 soll Ende 2027 auf 30 Mio. Tonnen erhöhen.Ecofin Agency 17.09.2026
LNG-Terminal Mukran, RügenLNG-Terminal (Import)nur noch eine EinheitDas private Terminal vor Rügen war im Winter 2025/26 mit 22 Terawattstunden der stärkste deutsche Importpunkt, arbeitet aber nur noch mit einer statt zwei schwimmenden Einheiten. In den Vorjahren lag die Auslastung im einstelligen Prozentbereich. Aktuell: Winter 2025/26: 22 Terawattstunden eingespeist, Importzuwachs 2026 über 70 Prozent. Vorher: Kapazität 412 Gigawattstunden am Tag mit zwei Einheiten, Auslastung 2025 nur 3 Prozent. Die Kapazitätsangabe gilt für den Betrieb mit zwei Einheiten, eine aktuelle Betreiberzahl für den Betrieb mit einer Einheit liegt nicht vor.ingenieur.de August 2026, zfk 27.03.2025
LNG-Terminal DünkirchenLNG-Terminal (Import)Streik drückt die EinspeisungFrankreichs größtes LNG-Terminal wurde am 15. September 2026 von einem landesweiten Energiestreik getroffen, die Einspeisung brach auf 4 Gigawattstunden am Tag ein. Der Zeitpunkt trifft Europa mitten in der Speicherbefüllung. Aktuell: am 15.09.2026 rund 476 Gigawattstunden am Tag weniger als normal; Fos-sur-Mer und Montoir liefen normal. Vorher: Kapazität 9,55 Mio. Tonnen im Jahr, das sind 13 Mrd. Kubikmeter. Ob der Streik über den 15.09.2026 hinaus andauert, ist nicht bestätigt.Reuters via Global Banking and Finance 15.09.2026, France 24 15.09.2026, Global Energy Monitor 17.09.2026
LNG-Terminal Montoir-de-BretagneLNG-Terminal (Import)Katar-Vertrag liegt brachMontoir läuft technisch normal. Der Standort hat aber einen Langfristvertrag über 3 Mio. Tonnen katarisches Gas im Jahr bis 2035, der seit dem Ausfall von Ras Laffan nicht bedient wird. Ersatzweise war Montoir im Januar 2026 einer der Hauptankunftshäfen für russisches Jamal-LNG. Aktuell: Betrieb normal am 15.09.2026; im Januar 2026 sechs Ladungen aus Jamal. Vorher: Kapazität 9,84 Mio. Tonnen im Jahr, Buchungen bis 2035 vollständig vergeben. Dass der katarische Vertrag derzeit nicht bedient wird, folgt aus der Force Majeure von QatarEnergy. Eine terminalscharfe Bestätigung liegt nicht vor.Global Energy Monitor 17.09.2026, Reuters 15.09.2026, gCaptain 04.02.2026
Keystone-Pipelinesystem (Hardisty nach Cushing und Port Arthur)Pipelinegedrosselt nach LeckDas System bringt kanadisches Schweröl nach Cushing und an die US-Golfküste. Seit dem Rohrbruch in North Dakota im April 2025 läuft es unter behördlichen Druckauflagen und damit unter Nennkapazität. Der Betreiber rechnet erst zwischen Ende 2026 und 2027 mit der stufenweisen Aufhebung. Aktuell: zweites Quartal 2026: rund 596.000 Barrel am Tag, Betriebsfaktor 93 Prozent. Vorher: Nennkapazität 700.000 Barrel am Tag. Für 2026 ist kein neues Leck belegt. Die Drosselung geht auf den Vorfall vom April 2025 zurück, bei dem rund 3.500 Barrel austraten.South Bow Quartalsbericht 05.08.2026, PHMSA, Global Energy Monitor 17.09.2026
Kap der Guten HoffnungSeewegAusweichroute aktivUmweg um Afrika für Schiffe, die das Rote Meer meiden. Rund zehn Tage länger als über Suez. Aktuell: keine aktuelle Septemberzahl veröffentlicht. Vorher: 9,1 Mio. Barrel am Tag (1. Halbjahr 2025).U.S. EIA (Mengen 1. Halbjahr 2025, typische Fahrtdauer), Anadolu
Habshan–Fujairah (ADCOP)PipelineUmgehung läuft, AngriffsrisikoDie wichtigste noch laufende Umgehung von Hormus. Fujairah wurde im März und Mai von Drohnen getroffen. Aktuell: 1,7 bis 1,8 Mio. Barrel am Tag (Mai). Vorher: Nennkapazität 1,5 Mio. Barrel am Tag.Argus, US News 04.05.2026
Arctic LNG 2, Gydan (Russland)LNG-Terminal (Export)sanktioniert, Umgehung läuftDas Projekt steht seit November 2023 unter US-Blockadesanktionen, exportiert aber seit August 2025 systematisch nach China. Novatek betreibt dafür eine eigene Flotte, die Mengen wachsen, seit der Weltmarkt durch den Katar-Ausfall aufnahmefähig ist. Aktuell: 2026 bis zum 25.08.: 2,3 Mio. Tonnen in 31 Lieferungen nach Beihai in China, Flotte von mindestens 18 Schiffen. Vorher: drei Trains à 6 Mio. Tonnen geplant, zusammen 19,8 Mio. Tonnen im Jahr. Wie viele Trains dauerhaft produzieren, ist nicht unabhängig bestätigt. Die ausländischen Anteilseigner haben ihre Beteiligung seit Dezember 2023 eingefroren.Barents Observer 25.08.2026, Projektangaben via Wikipedia 17.09.2026
LNG-Terminal ZeebruggeLNG-Terminal (Import)Drehscheibe für russisches LNGZeebrugge ist der größte europäische Umschlagplatz für russisches LNG und nahm im Januar 2026 sechs Jamal-Ladungen an. Die Umladung zur Weiterfuhr in Drittländer ist in EU-Häfen verboten, der Import zum Verbrauch in der EU bleibt bis Januar 2027 erlaubt. Aktuell: Januar 2026: sechs Ladungen aus Jamal, keine technische Störung gemeldet. Vorher: Regasifizierungskapazität 9 Mrd. Kubikmeter im Jahr.Global Energy Monitor 17.09.2026, gCaptain 04.02.2026, Barents Observer 25.08.2026
Ostsibirien-Pazifik-Pipeline (ESPO) nach KosminoPipelineläuft voll, Chinas ErsatzbarrelRusslands Pazifikroute ist seit dem Ausfall von Hormus das wichtigste Grenzbarrel für chinesische und indische Raffinerien. Die Verladungen in Kosmino liegen stabil bei rund 1 Mio. Barrel am Tag. Die Sanktionen treffen vor allem Tanker und Handelsketten, nicht die Leitung. Aktuell: Verladeplan Kosmino für September 2026: 4,0 Mio. Tonnen, rund 2 Prozent weniger je Tag als im August. Vorher: Auslegung der Hauptlinie 1,6 Mio. Barrel am Tag, Länge 4.857 Kilometer. Angaben: Reuters, 2026: Exporte aus Kosmino in sieben Monaten um 6 Prozent gestiegen, China hält 83 Prozent der Käufe, Indien 16; CREA, Juli 2026: ESPO macht 74 Prozent des in China entladenen russischen Rohöls aus, im Vormonat 62; CREA, Juli 2026: rund 62 Prozent des russischen Seerohöls fahren auf sanktionierten Schattenflotten-Tankern. Eine Tagesmenge allein für die Leitung, getrennt von den Hafenverladungen, liegt nicht vor.Reuters via MarineLink September 2026, Reuters via OilPrice 2026, CREA Juli 2026
Trans-Mountain-Pipeline mit ErweiterungPipelinevoll ausgelastet, Umlenkung nach AsienTMX bringt Rohöl aus Alberta an die Pazifikküste bei Vancouver und ist seit Juni 2026 erstmals voll ausgelastet. Rund zwei Drittel der Ladungen gehen nach Asien, China ist größter Abnehmer. Der nächste Kapazitätsschritt wurde wegen der Krise vorgezogen. Aktuell: zweites Quartal 2026: 840.000 Barrel am Tag, 94 Prozent Auslastung, 82 Tanker im Quartal. Vorher: Betriebskapazität 890.000 Barrel am Tag; im Vorjahresquartal 703.000 Barrel am Tag. Angaben: Trans Mountain, Quartalsbericht 2026: 510.000 Barrel am Tag über das Westridge-Terminal, 65 Prozent der Tanker mit Ziel Asien; Bloomberg, September 2026: zusätzliche 10 Prozent Kapazität bis Ende 2026 statt wie geplant 2027.Trans Mountain Quartalsbericht Q2 2026, Bloomberg via EnergyConnects September 2026, Reuters 11.06.2026
Goreh-Jask-Pipeline zum Golf von OmanPipelineUmgehung aktiv, geringer DurchsatzIran umgeht über diese Leitung die Straße von Hormus und verlädt am Terminal Jask im Golf von Oman. Seit März 2026 sind wieder Verladungen belegt, aber in kleinem Umfang und mit langen Pausen. Aktuell: erste erfasste Exporte ab Jask im März 2026 mit 64.600 Barrel am Tag, zwischen März und Juli mindestens sechs Tankerlieferungen. Vorher: Auslegung 300.000 Barrel am Tag, geplanter Ausbau auf 1 Mio. Barrel am Tag. Irans Gesamtexporte lagen im Juli 2026 bei 687.500 Barrel am Tag. Eine eigenständige Monatsmenge für Jask ist darin nicht ausgewiesen.S&P Global Commodity Insights 05.08.2026, Global Energy Monitor 17.09.2026
SundastraßeMeerengeAusweichweg, kaum genutztDie Sundastraße zwischen Sumatra und Java gilt als Ausweichweg für Malakka, trägt im Normalbetrieb aber nur einen Bruchteil des Verkehrs. Sie ist tiefer als Malakka und nimmt voll beladene Großtanker auf, kostet aber Zeit. Aktuell: für 2026 liegt keine quellenbelegte Transitzahl vor. Vorher: laut dem kommerziellen Anbieter Ballast Markets rund 2.280 Schiffe im Jahr, etwa 2,4 Prozent des Malakka-Verkehrs; Umweg 7 bis 8 Tage. Die Transitzahlen stammen von einem kommerziellen Anbieter ohne erkennbare Primärquelle und ohne Datum. Eine Zunahme im Jahr 2026 ist nicht belegt.Ballast Markets (Abruf 17.09.2026), RSIS
LombokstraßeMeerengeTiefwasser-AusweichwegDie Lombokstraße ist die tiefe Alternative zu Malakka und wird regelmäßig von den größten Tankern genutzt, für die Malakkas Tiefgang knapp ist. Ob sie 2026 stärker genutzt wird, lässt sich mit öffentlichen Daten nicht belegen. Aktuell: keine belastbare Transitzahl für 2026; ein Verkehrsdienst meldet am 17.09.2026 Normalbetrieb, weist aber auf eine zu dünne Datenbasis hin. Vorher: Fahrwasser mehrere hundert Meter tief, Malakka dagegen rund 25 Meter maßgebende Tiefe. Angaben: Eurasia Review, 11.05.2026: rund 15.099 Schiffe im Jahr 2023, an anderer Stelle im selben Text 21.547; VanEck, 2026: Malakka führte Mitte 2025 rund 23,2 Mio. Barrel am Tag und damit 29 Prozent des Seehandels mit Öl. Die beiden Schiffszahlen für 2023 widersprechen einander, eine amtliche indonesische Zählung für 2026 liegt nicht vor.Eurasia Review 11.05.2026, GEOPOL und ShipInfo (Abruf 17.09.2026), VanEck 2026
Straße von MalakkaMeerengeläuft, erhöhtes RisikoKeine Störung gemeldet. Es kommt aber deutlich weniger Öl aus dem Golf nach Asien. Aktuell: rund 224 Frachtschiffe am Tag (IMF PortWatch, 7 Tage bis 13.09.). Vorher: 23,2 Mio. Barrel am Tag.IMF PortWatch, EIA
Bosporus und DardanellenMeerengeläuft, erhöhtes RisikoDie Türkei hielt vom 06. bis 09.08. Genehmigungen für Schiffe nach Russland und in die Ukraine zurück, seitdem laufen die Durchfahrten wieder. Die Kriegsrisiko-Versicherung im Schwarzen Meer ist stark gestiegen. Aktuell: Durchfahrten seit dem 09.08.2026 wieder freigegeben; für September liegt keine Zählung vor. Vorher: 3,7 Mio. Barrel am Tag. Das Joint War Committee in London stufte am 17.09. die Wirtschaftszonen der Türkei, Rumäniens, Bulgariens und Georgiens als Hochrisikogebiet ein, deren Hoheitsgewässer ausdrücklich nicht. Das Risikounternehmen Ambrey zählte zwischen dem 01.07. und dem 21.09. 156 Angriffe auf Schiffe in russischen und ukrainischen Gewässern, im Vergleichszeitraum 2025 waren es 12.Turkish Minute 24.09.2026 (Ambrey, Joint War Committee), gCaptain 09.08.2026, EIA
Dänische MeerengenMeerengeläuft, erhöhtes RisikoHauptweg der russischen Ostsee-Exporte, auch der sogenannten Schattenflotte. Keine aktuelle Störung gemeldet. Aktuell: russische Seeexporte 3,71 Mio. Barrel am Tag im Vierwochenschnitt bis 27.09., in der Einzelwoche 3,99 Mio. (Bloomberg via Moscow Times, 29.09.2026). Vorher: 4,9 Mio. Barrel am Tag. Am 18.09. unterzeichnete US-Präsident Trump ein Sanktionsgesetz, das Maßnahmen gegen die Schattenflotte und Zölle von bis zu 100 % gegen die fünf größten Käufer russischen Öls und Gases ermöglicht. Die Anwendung liegt in seinem Ermessen. Die EU-Botschafter verlängerten am 22.09. die Listung von über 2.600 Personen und Einrichtungen von sechs auf 36 Monate. Neue Festsetzungen von Tankern wurden in der letzten Septemberwoche nicht gemeldet.Bloomberg via Moscow Times 29.09.2026, Grosswald Baltic Sea Security Tracker 22.09.2026, Al Jazeera 19.09.2026, EIA
Druschba-PipelinePipelineläuft laut letzter MeldungDer Südstrang nach Ungarn und in die Slowakei läuft seit dem 23.04. wieder. Für August und September liegt kein belastbarer Status vor. Aktuell: Südstrang seit 23.04. wieder in Betrieb, kein neuerer belastbarer Wert.Wikipedia (Druschba-Streit 2026)
Rotterdam (ARA)Hafen und Terminalläuft, angespanntEuropas Drehscheibe für Diesel und Heizöl. Die Bestände in Amsterdam, Rotterdam und Antwerpen steigen, bei Kerosin zeichnet sich für das vierte Quartal eine Lücke ab. Aktuell: Gasöl 12,33 Mio. Barrel und schweres Heizöl 5,33 Mio. Barrel im Septemberschnitt (ENGINE, 25.09.2026). Die Angabe schweres Heizöl meint Schweröl in Bunkerqualität, nicht das Heizöl der Haushalte; dieses steckt in der Gasölzeile. Der Schwerölbestand liegt rund 15 % über dem August und rund 47 % über dem Zehnjahrestief vom Mai, aber 18 % unter dem Stand von Februar vor Kriegsbeginn. Energy Aspects erwartet für Europa im vierten Quartal ein Kerosindefizit von 510 Tsd. Barrel am Tag; die europäischen Kerosinimporte aus Südkorea erreichten im September 129 Tsd. Barrel am Tag, den höchsten Wert seit Oktober 2022 (Kpler via Reuters).ENGINE 25.09.2026, Airways Magazine 21.09.2026 (Energy Aspects, Kpler)
US-Golfküste (Houston)Hafen und TerminalRaffinerien fast voll ausgelastetDie US-Raffinerien laufen nahe der Auslastungsgrenze. Über ein Ausfuhrverbot für Diesel wird in Washington offen gesprochen. Aktuell: Raffinerieauslastung 94,0 % landesweit, 96,5 % an der Golfküste (EIA, Woche bis 18.09.2026). Die USA führten in der Woche bis 18.09. rund 1,33 Mio. Barrel Destillate am Tag aus, in der Woche davor 1,61 Mio. API-Chef Mike Sommers warnte am 22.09., ein Ausfuhrverbot würde das Problem vergrößern. Handelskammer und Business Roundtable warnten am 24.09. in einem gemeinsamen Brief an den Präsidenten.EIA Weekly Petroleum Status Report 23.09.2026, API 22.09.2026, CNBC 24.09.2026
Libyen (Es Sider)Hafen und Terminalläuft, politisches RisikoFörderung auf dem höchsten Stand seit 13 Jahren (Rio Times, 05.09.2026), keine Hafenschließung in Es Sider bekannt. Eine bewaffnete Gruppe legte Ende September die Pipeline von Sharara nach Zawiya still. Aktuell: Ventil 7 der Leitung Sharara nach Zawiya war fünf Tage geschlossen, seit dem 26.09. fließt wieder Öl. Vorher: zuletzt gemeldet 1,49 Mio. Barrel am Tag (Juni 2026). Die NOC bezifferte den Ausfall am 25.09. auf 720.362 Barrel und über 75 Mio. US-Dollar, The National nannte am 26.09. über 942.000 Barrel und rund 95 Mio. US-Dollar für die ganze Woche. Die Raffinerie Zawiya mit 120 Tsd. Barrel Kapazität legte eine Verarbeitungseinheit still. Als Verursacher nennt The National bewaffnete Gruppen der Western South Oil Facilities Guard Agency und der Western Military Zone.NOC 25.09.2026, Libya Observer 26.09.2026, The National 26.09.2026, Quantum Commodity Intelligence 27.09.2026, Rio Times 05.09.2026
Nigeria (Bonny)Hafen und TerminalläuftEuropäische Raffinerien kaufen hier Ersatz für ausfallendes saudisches Öl. Aktuell: 320.040 Barrel am Tag über das Terminal Bonny im August 2026 (NUPRC, 13.09.2026). Nigeria förderte im August 2026 insgesamt rund 1,68 Mio. Barrel Rohöl und Kondensat am Tag. Die Benzinausfuhren des Landes erreichten im ersten Halbjahr 2026 rund 750 Mio. US-Dollar, vor allem über die Raffinerie Dangote (Zahlen des National Bureau of Statistics via Billionaires Africa, 25.09.).NUPRC 13.09.2026, Billionaires Africa 25.09.2026
TurkStream mit Balkan StreamGaspipelineläuft, letzte Russland-RouteSeit dem Ende des Ukraine-Transits am 1. Januar 2025 die einzige Route für russisches Pipelinegas nach Europa. Die Mengen liegen 2026 leicht über Vorjahr. Belastend wirken Drohnenangriffe auf die Einspeisestation Russkaja und der beschlossene EU-Ausstieg bis Herbst 2027. Aktuell: August 2026: 51,9 Mio. Kubikmeter am Tag, plus 3 Prozent gegenüber August 2025. Vorher: Auslegung 31,5 Mrd. Kubikmeter im Jahr für beide Stränge zusammen. Ob Bulgarien den Transit nach Serbien und Ungarn stoppt, ist zwischen Sofia, Belgrad, Budapest und der EU-Kommission strittig.Pipeline & Gas Journal 03.09.2026, TASS 01.07.2026, Balkan Green Energy News 02.06.2026
Transmed (Algerien über Tunesien nach Italien)Gaspipelineläuft, Italiens HauptaderDie zentrale Gasachse von Algerien nach Italien und seit 2022 Italiens wichtigste Versorgungslinie. Nach der Force Majeure von QatarEnergy reisten europäische Regierungen im März 2026 nach Algier, um zusätzliche Mengen zu sichern. Der Engpass ist nicht das Rohr, sondern die algerische Förderung. Aktuell: für 2026 liegt keine veröffentlichte Monatsmenge vor. Vorher: Nennkapazität rund 33,5 Mrd. Kubikmeter im Jahr; Algerien lieferte 2025 insgesamt 20 Mrd. Kubikmeter an Italien, das sind 36 Prozent des italienischen Verbrauchs.Carnegie Endowment 09.07.2026, Il Sole 24 Ore 2026, Ecofin Agency 21.07.2026
Medgaz (Algerien nach Spanien)Gaspipelineläuft, Ausbau verhandeltVerbindet Beni Saf mit Almería und ist seit der Schließung der Maghreb-Europa-Leitung 2021 die einzige direkte Gasverbindung Algeriens nach Spanien. Madrid und Algier verhandeln seit März 2026 über bis zu zehn Prozent mehr Durchleitung. Aktuell: algerisches Gas deckte in den ersten beiden Monaten 2026 über 29 Prozent der spanischen Gasimporte. Vorher: Kapazität nach dem Ausbau je nach Quelle 10 bis 16 Mrd. Kubikmeter im Jahr. Die Kapazitätsangaben gehen laut Global Energy Monitor deutlich auseinander, eine offiziell bestätigte Zahl nach dem Ausbau fehlt.Pipeline & Gas Journal 26.03.2026, Carnegie Endowment 09.07.2026, Global Energy Monitor 16.09.2026
Trans-Adria-Pipeline mit TANAP (Südlicher Gaskorridor)Gaspipelineläuft, erste Ausbaustufe fertigTransportiert aserbaidschanisches Gas aus Shah Deniz über die Türkei und Griechenland nach Italien. Anfang 2026 wurde die erste Ausbaustufe abgeschlossen. Trotz der Krise bleibt der Beitrag zum EU-Gasmix klein. Aktuell: kumuliert 60 Mrd. Kubikmeter nach Europa seit Betriebsbeginn, davon 50 nach Italien (TAP AG, 10.07.2026). Vorher: Ausgangskapazität 10 Mrd. Kubikmeter im Jahr, Ziel mindestens 20 bis 2027; Aserbaidschan lieferte 2025 11,3 Mrd. Kubikmeter an die EU, das sind 3,9 Prozent der EU-Gasimporte. Die Ausbauzusage steht in Spannung zur Förderentwicklung in Aserbaidschan. Die Zweifel stammen aus Berichterstattung, nicht von TAP oder SOCAR.TAP AG 10.07.2026, Caucasus Business Journal 28.06.2026, Rat der EU (Daten 2025)
Sabine Pass LNG, LouisianaLNG-Terminal (Export)größte US-Anlage, VolllastDie größte Verflüssigungsanlage der USA läuft im Krisenmarkt durch. Cheniere verlud hier am 29. August 2026 die 5000. Ladung. Ein großer Teil der Ladungen geht seit dem Ausfall Katars nach Europa. Aktuell: keine Störung gemeldet; US-Ausfuhren im ersten Halbjahr 2026 im Schnitt 17,4 Mrd. Kubikfuß am Tag, plus 23 Prozent. Vorher: Nennkapazität 3,6 Mrd. Kubikfuß am Tag, rund 29,5 Mio. Tonnen im Jahr, sechs Trains.U.S. EIA via LNG Industry 16.09.2026, Cheniere via Offshore Energy 31.08.2026, American Gas Association 03.09.2026
Corpus Christi LNG, TexasLNG-Terminal (Export)Ausbau fertig, zweitgrößte AnlageCheniere meldete Ende August 2026 die Fertigstellung des Ausbaus Stage 3 mit sieben kleineren Trains. Die zusätzliche Menge kommt genau in dem Halbjahr an den Markt, in dem Katar ausfällt. Aktuell: Stage 3 fertiggestellt, keine Störung gemeldet. Vorher: Nennkapazität 3,1 Mrd. Kubikfuß am Tag, über 25 Mio. Tonnen im Jahr am Standort. Zum Fertigstellungsdatum gibt es abweichende Angaben: Cheniere nennt den 28.08.2026, die EIA-Auswertung den 18.08.2026.U.S. EIA via LNG Industry 16.09.2026, Cheniere via Offshore Energy 31.08.2026
Plaquemines LNG, LouisianaLNG-Terminal (Export)Hochlauf, Ausfuhr aufgestocktVenture Globals Anlage am Mississippi läuft seit Dezember 2024 hoch. Das US-Energieministerium genehmigte am 14. März 2026 eine um 13 Prozent höhere Ausfuhr, ausdrücklich als Reaktion auf die Angebotslücke. Phase 2 ist im Bau. Aktuell: genehmigte Ausfuhr 3,85 Mrd. Kubikfuß am Tag seit 14.03.2026; im Februar 2026 rund 2 Mio. Tonnen verschifft. Vorher: Phase 1 mit 10 Mio. Tonnen im Jahr in Betrieb, Phase 2 mit weiteren 10 Mio. Tonnen im Bau.US-Energieministerium via Reuters März 2026, Global Energy Monitor 17.09.2026
Golden Pass LNG, TexasLNG-Terminal (Export)neu am Netz, Katar in TexasDas Gemeinschaftsprojekt von QatarEnergy und ExxonMobil begann am 30. März 2026 mit der Produktion und verlud am 22. April die erste Ladung. Der auffälligste Fall der Krise: derselbe Konzern verdient in Texas, während seine Anlage in Ras Laffan unter Force Majeure steht. Aktuell: erste Exportladung am 22.04.2026; erste zwei Trains laut EIA-Prognose mit 1,4 Mrd. Kubikfuß am Tag im Jahr 2026. Vorher: ausgelegt auf 18,1 Mio. Tonnen im Jahr, drei Trains.Golden Pass LNG 30.03.2026, U.S. EIA Today in Energy
Jamal LNG, Sabetta (Russland)LNG-Terminal (Export)läuft, EU-Verbot ab 2027Jamal LNG ist nicht sanktioniert und liefert weiter legal nach Europa. Im Januar 2026 gingen 23 von 25 Ladungen in EU-Häfen. Das EU-Importverbot für russisches LNG greift erst zum Januar 2027, bis dahin wird vorgezogen eingekauft. Aktuell: Januar 2026: 1,69 Mio. Tonnen, davon 92,6 Prozent in die EU, plus 8 Prozent gegenüber Vorjahr. Vorher: Nennkapazität 17,4 Mio. Tonnen im Jahr, vier Trains. Global Energy Monitor nennt für 2024 einen Export von 21,2 Mio. Tonnen und damit mehr als die Nennkapazität, ohne die Differenz zu erklären.gCaptain 04.02.2026, Global Energy Monitor 17.09.2026, Barents Observer 25.08.2026
Sachalin 2 LNG, Prigorodnoje (Russland)LNG-Terminal (Export)läuft, US-Ausnahme bis DezemberSachalin 2 produziert normal und beliefert vor allem Japan. Das US-Finanzministerium verlängerte am 11. Juni 2026 die Ausnahmegenehmigung für japanische Käufe bis zum 18. Dezember 2026, ausdrücklich mit Verweis auf die Sperrung von Hormus. Aktuell: Produktion 2025: 10,3 Mio. Tonnen, plus 1 Prozent; Japan bezieht rund 3,6 bis 3,9 Mio. Tonnen im Jahr. Vorher: nominal 15,0 Mio. Tonnen im Jahr, in Betrieb sind zwei Trains mit zusammen 9,6 Mio. Tonnen. Läuft die Ausnahmegenehmigung im Dezember aus, fehlen Japan kurzfristig Mengen in einem bereits leergekauften Markt.US-Finanzministerium via Oil & Gas Journal 12.06.2026, Interfax Januar 2026, Global Energy Monitor 17.09.2026
Gladstone und Curtis Island LNG, QueenslandLNG-Terminal (Export)Volllast, Exportquote geplantAustralien fährt seine Anlagen praktisch am Anschlag. Im August 2026 lag der Export bei 97,2 Prozent der nationalen Nennkapazität. Politisch droht Gegenwind, die Regierung plant eine Reservierung von Mengen für den Inlandsmarkt. Aktuell: August 2026: Australien insgesamt 7,10 Mio. Tonnen in 102 Ladungen; Queensland 1,95 Mio. Tonnen in 30 Ladungen. Vorher: Gladstone LNG allein 7,8 Mio. Tonnen im Jahr, Australien insgesamt 86,0 Mio. Tonnen im Jahr. Zur geplanten Inlandsreservierung von 20 Prozent liegt nur eine Meldungsüberschrift vor, Start und Geltungsbereich sind unbestätigt.EnergyQuest August 2026, Global Energy Monitor 17.09.2026
LNG-Terminal Wilhelmshaven 1 und 2LNG-Terminal (Import)hohe Auslastung, Speicher leerWilhelmshaven ist Deutschlands wichtigster LNG-Einspeisepunkt und läuft mit zwei schwimmenden Einheiten. Zusammen mit Brunsbüttel speiste der Standort im ersten Quartal 2026 über 25 Terawattstunden ein, so viel wie nie zuvor in drei Monaten. Es reicht trotzdem nicht: die deutschen Speicher lagen im August so niedrig wie seit mindestens 15 Jahren nicht. Aktuell: Auslastung 2025 bei 80 bis 81 Prozent; deutsche Speicher am 31.08.2026 bei 53,3 Prozent. Vorher: zusammen bis 9 Mrd. Kubikmeter Netzeinspeisung im Jahr. Laut Systemanalyse der Fernleitungsnetzbetreiber decken alle deutschen LNG-Terminals an den kältesten Tagen zusammen nur rund 10 Prozent des Spitzenbedarfs.Deutsche Energy Terminal 2026, ingenieur.de August 2026, Serbia Energy 06.09.2026
LNG-Terminal BrunsbüttelLNG-Terminal (Import)nahezu voll ausgelastetDie schwimmende Einheit Höegh Gannet speist seit Frühjahr 2023 ein und ist das gleichmäßigste der staatlichen Terminals. 2024 lag die Auslastung über 80 Prozent, 2025 nahezu bei Volllast. Aktuell: keine Störung gemeldet (17.09.2026). Vorher: bis 4,0 Mrd. Kubikmeter Netzeinspeisung im Jahr. Die terminalscharfen Auslastungswerte stammen aus einer Auswertung vom März 2025, eine aktuellere Zahl für 2026 liegt nicht vor.Deutsche Energy Terminal 2026, zfk 27.03.2025
Gate-Terminal RotterdamLNG-Terminal (Import)Ausbau auf 20 Mrd. KubikmeterDer größte LNG-Eingang Nordwesteuropas wird um einen vierten Tank erweitert. Die Kapazität soll von rund 16 auf 20 Mrd. Kubikmeter im Jahr steigen. Rotterdam nahm im Januar 2026 auch russische Jamal-Ladungen an. Aktuell: Erweiterung im Bau, keine Störung gemeldet. Vorher: derzeit 14,7 Mio. Tonnen im Jahr, das sind rund 16 Mrd. Kubikmeter. Ob die Erweiterung im dritten Quartal 2026 tatsächlich in Betrieb ging, ist nicht bestätigt.Global Energy Monitor 17.09.2026, gCaptain 04.02.2026
LNG-Terminal ŚwinoujścieLNG-Terminal (Import)ausgebaut, fast voll ausgelastetPolen hat die Kapazität zum Januar 2025 von 5 auf 8,3 Mrd. Kubikmeter im Jahr erhöht, die Auslastung lag danach nahe 90 Prozent. Der Großteil der Ladungen kommt aus den USA. Eine zweite polnische Einheit vor Danzig ist erst für Anfang 2028 geplant. Aktuell: Auslastung nahe 90 Prozent im Zwölfmonatszeitraum bis April 2025, für 2026 keine geprüfte Zahl. Vorher: Kapazität 8,3 Mrd. Kubikmeter im Jahr, zuvor 5 Mrd..Gas Outlook 08.05.2025, LNG Prime 10.02.2026
Regasifizierung Barcelona und spanisches NetzLNG-Terminal (Import)größtes Netz Europas, ReserveSpanien hat die größte Regasifizierungskapazität Europas, ist über Pipelines aber nur schwach mit dem übrigen Kontinent verbunden. Barcelona ist die größte Einzelanlage. Im europäischen Vergleich laufen die spanischen Terminals weiter unterdurchschnittlich. Aktuell: El Musel lag im ersten Quartal 2026 bei 13,9 Prozent Auslastung, der EU-Durchschnitt bei 55 Prozent. Vorher: Barcelona allein 12,6 Mio. Tonnen im Jahr, sechs Tanks. Eine belastbare aktuelle Gesamtzahl für Spaniens Regasifizierungskapazität in Mrd. Kubikmetern liegt nicht vor.Global Energy Monitor 17.09.2026, IEEFA European LNG Tracker Mai 2026, Enagás
Isle of Grain LNG, KentLNG-Terminal (Import)erweitert, läuft im KrisenmodusDas Terminal an der Themsemündung ist nach der Erweiterung eine der größten Importanlagen Europas. Großbritannien baut seine Regasifizierungskapazität aus, während die eigene Nordseeförderung wegbricht. Aktuell: keine Störung gemeldet; britische Kapazität 21,7 Mrd. Kubikmeter im Jahr, im Ausbau auf 27. Vorher: Basisanlage 14,3 Mio. Tonnen im Jahr, mit Erweiterung 23,0 Mio. Tonnen. Ob die Erweiterung vollständig in Betrieb ist, konnte für September 2026 nicht bestätigt werden.Global Energy Monitor 17.09.2026, IEEFA Mai 2026
LNG-Terminal RevithoussaLNG-Terminal (Import)Südost-Eingang, Slots vergebenRevithoussa vor Megara ist zusammen mit Alexandroupolis der Haupteingang für LNG nach Südosteuropa. Bulgargaz baut ab dem Gasjahr 2026/27 ein eigenes Angebot über die griechische Infrastruktur auf. Aktuell: keine Störung gemeldet; Griechenland verfügt insgesamt über 12,5 Mrd. Kubikmeter Regasifizierungskapazität. Vorher: Kapazität 5,1 Mio. Tonnen im Jahr, Speicher 370.000 Kubikmeter. Aktuelle Durchsatzzahlen für 2026 liegen nicht vor.Global Energy Monitor 17.09.2026, Serbia Energy 06.09.2026, IEEFA Mai 2026
LNG-Terminal Krk, OmišaljLNG-Terminal (Import)Adria-Eingang, ausgebautDas schwimmende Terminal vor Omišalj wurde auf 6,1 Mrd. Kubikmeter im Jahr erweitert und nahm im August 2026 erstmals eine Ladung aus dem norwegischen Hammerfest an. Sein Wert hängt daran, ob das Gas nach Norden Richtung Ungarn weiterfließt. Aktuell: erste Ladung aus Hammerfest im August 2026; EU-Speicher am 31.08.2026 bei 65,4 Prozent nach rund 78 Prozent im Vorjahr. Vorher: Kapazität 6,1 Mrd. Kubikmeter im Jahr. Durchsatzzahlen für 2026 und die Aufteilung zwischen kroatischem Verbrauch und Weiterleitung liegen nicht belastbar vor.Serbia Energy 06.09.2026, IEEFA Mai 2026
Baku-Tiflis-Ceyhan-PipelinePipelineläuft, Menge rückläufigDie BTC bringt kaspisches Öl unter Umgehung von Hormus und Bosporus ans Mittelmeer und ist von der Krise nicht direkt betroffen. Trotzdem sinken die Mengen, weil das aserbaidschanische Förderaufkommen zurückgeht. Kasachisches Öl füllt die Leitung zunehmend auf. Aktuell: August 2026: 15,1 Mio. Barrel über die türkische Strecke, minus 9,5 Prozent gegenüber Juli. Vorher: Nennkapazität rund 1,2 Mio. Barrel am Tag, Länge 1.768 Kilometer. Angaben: Trend.az, 17.09.2026: 15,1 Mio. Barrel Transit im August, minus 9,5 Prozent; Reuters, Juli 2026: aserbaidschanische Exporte im ersten Halbjahr 12,7 Mio. Tonnen, minus 8,7 Prozent; Energieminister Bayraktar, 2026: rund 600.000 Barrel am Tag, rund 400.000 Barrel Kapazität liegen brach; AzerNews, 09.09.2026: kasachisches Öl über BTC in acht Monaten um 12 Prozent gestiegen. Die Zahlen sind nicht direkt vergleichbar: Trend.az zählt den Gesamttransit durch die Türkei, Reuters nur aserbaidschanisches Rohöl.Trend.az 17.09. und 11.09.2026, AzerNews 09.09.2026, Reuters Juli 2026, Global Energy Monitor
ESPO-Abzweig Skoworodino nach DaqingPipelineLandweg nach ChinaDer Abzweig führt über Mohe nach Daqing und liefert russisches Rohöl direkt nach China, ohne Hormus, ohne Malakka und ohne Tanker. Genau darum ist diese Verbindung für Peking strategisch aufgewertet. Aktuell: für 2026 liegt keine öffentlich belegte Tagesmenge vor. Vorher: Auslegungskapazität 600.000 Barrel am Tag. Für diese Leitung fehlt eine aktuelle, quellenbelegte Durchsatzzahl. Die Einordnung stützt sich auf die Auslegung und die Berichte zur wachsenden Rolle der Landrouten.Transneft-Angaben via Wikipedia 17.09.2026, CREA Juli 2026
Kasachstan-China-Ölpipeline (Atyrau, Atasu, Alaschankou)PipelineLandroute nach China, AusbauDie Leitung bringt kasachisches Rohöl über Land nach Westchina und umgeht damit Hormus und Malakka zugleich. Die Mengen wachsen langsam, Kasachstan hat aber einen Ausbau bis 2030 beschlossen. Aktuell: Januar bis August 2026: 13,1 Mio. Tonnen, plus 2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Vorher: Abschnitt Atasu nach Alaschankou im Juli 2026: 98.000 Tonnen, minus 18,3 Prozent gegenüber Vorjahr. Beide Werte sind nicht direkt vergleichbar: der erste gilt für das Gesamtsystem, der zweite für einen Abschnitt und einen Monat.KazTransOil via Astana Times September 2026, Interfax 2026

Chronik 2026

  1. Druschba-Südstrang gestoppt Nach einem russischen Drohnenangriff nahe dem Ölknoten Brody meldete die Ukraine höhere Gewalt; der Transit nach Ungarn und in die Slowakei kam zum Erliegen. (Wikipedia (2026 Druzhba pipeline dispute), abgerufen 17.09.2026)
  2. Iran erklärt Hormus für gesperrt Nach Beginn der US-israelischen Angriffe warnten die Revolutionsgarden per Funk vor der Durchfahrt; Tankerverkehr brach laut Schiffsdaten stark ein. (S&P Global, 28.02.2026)
  3. Katar stoppt LNG-Produktion QatarEnergy stellte nach einem Drohnenangriff die LNG-Produktion ein und erklärte danach höhere Gewalt gegenüber den Abnehmern. (Gulf News, 04.03.2026)
  4. Drohnen treffen Ras Tanura Trümmer abgefangener Drohnen lösten laut Saudi-Arabien einen Brand in der Raffinerie aus, die rund eine Woche stillstand; Riad macht Iran verantwortlich, Iran bestreitet. (Wikipedia (2026 Aramco refinery attack), abgerufen 17.09.2026)
  5. Brent erstmals über 100 Dollar Brent stieg beim Handelsstart am Sonntagabend kurzzeitig über 100 US-Dollar je Barrel, erstmals seit vier Jahren. (Wikipedia (2026 Strait of Hormuz crisis), abgerufen 17.09.2026)
  6. Tanker vor Basra angegriffen Nach Angriffen mit Sprengbooten auf Tanker im Hafen Basra kamen die Verladungen an Iraks Südterminals praktisch zum Stillstand; Exporte zuvor 3,4 Mio. Barrel/Tag. (The National, 16.03.2026)
  7. Pipelines umgehen Hormus Die saudische Ost-West-Pipeline nach Yanbu und die emiratische ADCOP-Leitung nach Fujairah wurden zu den wichtigsten Exportwegen an Hormus vorbei. (CNBC, 12.03.2026)
  8. US-Angriff auf Kharg CENTCOM griff nach eigenen Angaben über 90 militärische Ziele auf der Insel an und verschonte die Ölanlagen; Iran erklärte, der Ölbetrieb laufe weiter. (Wikipedia (2026 Kharg Island attack), abgerufen 17.09.2026)
  9. Fujairah setzt Verladung aus Nach einem Drohnenangriff mit Brand wurden Teile des Ölbetriebs im Hafen Fujairah ausgesetzt. (Bloomberg, 14.03.2026)
  10. Zweiter Treffer binnen 48 Stunden Eine Drohne traf die Fujairah Oil Industries Zone, der Brand wurde gelöscht, Verladungen ruhten während der Schadensprüfung. (All India Radio (newsonair), 16.03.2026)
  11. Irak pumpt Kirkuk-Öl nach Ceyhan Irak nahm die Exporte aus den Kirkuk-Feldern über die Pipeline zum türkischen Hafen Ceyhan auf, anfangs rund 250.000 Barrel/Tag, als Ersatz für die ausgefallenen Südexporte. (The National, 18.03.2026)
  12. Raketen beschädigen Ras Laffan Iranische Angriffe beschädigten zwei LNG-Züge und eine GTL-Anlage; rund 17 % der katarischen LNG-Exportkapazität fallen laut Bericht für Jahre aus. (Fox Business, 03/2026)
  13. Zweiwöchige Waffenruhe vereinbart USA und Iran einigten sich unter pakistanischer Vermittlung auf eine Waffenruhe mit sicherer Passage; laut ADNOC-Chef blieb die Straße am Folgetag faktisch zu. (All India Radio (newsonair), 08.04.2026)
  14. Ost-West-Pipeline wieder voll Saudi-Arabien meldete die Pipeline nach Angriffen wieder bei rund 7 Mio. Barrel/Tag; die Angriffe hatten den Durchsatz laut SPA um etwa 700.000 Barrel/Tag gesenkt. (Al Jazeera, 12.04.2026)
  15. US-Seeblockade iranischer Häfen CENTCOM begann, Schiffe von und zu iranischen Häfen abzufangen; Irans Ölexporte über Kharg wurden damit blockiert. (CENTCOM, 13.07.2026 (Rückblick))
  16. Iran öffnet Hormus kurzzeitig Nach der Waffenruhe Israel–Libanon erklärte Irans Außenminister die Straße für geöffnet, der Verkehr lief teilweise wieder an. (Al Jazeera, 11.06.2026)
  17. Iran schließt Hormus erneut Iran schloss die Straße als Antwort auf die fortgesetzte US-Blockade wieder; Handelsschiffe wurden beschossen. (Al Jazeera, 11.06.2026)
  18. Druschba liefert wieder Nach rund drei Monaten floss wieder Öl über die Pumpstation Budkovce nach Slowakei und Ungarn. (CNN, 22.04.2026)
  19. Drohne trifft VTTI-Terminal Ein Drohnenangriff löste einen Großbrand im Ölterminal von VTTI in Fujairah aus, drei Menschen kamen ins Krankenhaus; Fujairahs Behörden sprachen von einer iranischen Drohne. (Offshore Technology, 05.05.2026)
  20. Memorandum beendet Krieg vorerst Trump und Pezeschkian unterzeichneten ein Memorandum zur Beendigung des Kriegs; die Straße öffnete sich, die Waffenruhe wurde um 60 Tage verlängert. (Axios, 20.06.2026)
  21. USA heben Blockade auf CENTCOM beendete die Seeblockade iranischer Häfen nach der Unterzeichnung des Memorandums. (CENTCOM, 13.07.2026 (Rückblick))
  22. Iran verkündet erneute Schließung Irans Streitkräfte erklärten Hormus wegen israelischer Angriffe im Libanon für geschlossen; CENTCOM meldete am selben Tag 55 Handelsschiffe in Transit. (Axios, 20.06.2026)
  23. Katars Force Majeure verlängert QatarEnergy verlängerte die höhere Gewalt gegenüber Edison bis Mitte September; 17 % der Kapazität bleiben laut AGBI auf Jahre offline. (AGBI, 07/2026)
  24. Revolutionsgarden sperren Hormus Nach dem Zusammenbruch der Waffenruhe am 08.07. erklärte die Marine der Revolutionsgarden die Straße für geschlossen. (Al Jazeera (Liveblog), 11.07.2026)
  25. US-Blockade wieder in Kraft CENTCOM setzte die Blockade gegen Schiffe von und zu iranischen Häfen ab 14.07., 16 Uhr US-Ostküstenzeit, wieder in Kraft; Iran erklärte das Memorandum für ungültig. (CENTCOM, 13.07.2026)
  26. Huthis verhängen Seebann gegen Saudis Huthi-Sprecher Saree erklärte ein sofort geltendes Verbot für saudische Schifffahrt, ohne Durchsetzungsgebiet zu nennen; Schiffe anderer Flaggen sind nicht erfasst. (Xinhua, 20.07.2026)
  27. CPC stoppt Verladung Nach Drohnentreffern auf Tanker an den Bojen setzte das Caspian Pipeline Consortium die Verladung aus, ab 21.07. nahm es kein kasachisches Öl mehr an. (Times of Central Asia, 2026)
  28. Angriff auf saudische Tanker Die Huthis erklärten, zwei saudische Tanker angegriffen zu haben; Brent schloss mit 100,69 Dollar erstmals seit Mai wieder über 100. (Reuters via Euronext, 23.07.2026)
  29. Huthis melden Treffer in Jizan Die Huthis reklamierten Raketen- und Drohnenangriffe auf Aramco-Anlagen in Jizan und Yanbu; Satellitendaten zeigten Brände in Jizan, Riad bestätigte offiziell keine Schäden. (Türkiye Today, 25.07.2026)
  30. CPC verlädt wieder Nach einer Woche Stillstand begann die Verladung an zwei Bojen wieder; Angriffe am 30.07. unterbrachen sie erneut kurz. (Times of Central Asia, 2026)
  31. Drohne trifft Hafen Damietta Eine Drohne traf zwei Gasschiffe im ägyptischen Mittelmeerhafen nahe dem Suezkanal; die USA machen Iran verantwortlich, Irans Außenministerium bestreitet. (Wikipedia (2026 Damietta drone strike), abgerufen 17.09.2026)
  32. Türkei hält Schwarzmeer-Transits Die türkische Küstensicherheit stellte vorübergehend keine Transitgenehmigungen für Fahrten zu russischen und ukrainischen Häfen aus. (gCaptain, 09.08.2026)
  33. Meerengen wieder passierbar Ein Rohöltanker und ein Containerschiff passierten die Dardanellen, die Türkei nahm die Transits wieder auf. (gCaptain, 09.08.2026)
  34. Brand in Aramco-Raffinerie Jizan Saudi-Arabien meldete einen gelöschten Brand ohne Ursachenangabe; die Huthis erklärten, die Raffinerie mit einer Drohne getroffen zu haben. (Al Jazeera, 09.08.2026)
  35. Tödlicher Angriff im Bab al-Mandab Die Huthis griffen ein Handelsschiff im Bab al-Mandab an, laut jemenitischer Regierung starben sechs Menschen. (Al Jazeera, 12.08.2026)
  36. Kirkuk-Exporte stark gedrosselt Die Exporte über die Kirkuk-Ceyhan-Pipeline fielen auf rund 120.000 bis 135.000 Barrel am Tag, nach rund 300.000 im Juli. (Shafaq News, 13.08.2026)
  37. Drohnen setzen Ust-Luga in Brand Nach einem ukrainischen Drohnenangriff brannte es im Ostseehafen; laut Gouverneur Drosdenko wurde niemand verletzt, zum Schaden machte er keine Angaben. (The Moscow Times, 14.08.2026)
  38. Basra verlädt außerhalb von Hormus Die irakische Vermarktungsgesellschaft SOMO bot Basra-Rohöl zur Verladung außerhalb von Hormus an, unter anderem über Umladen vor Oman. (Zawya, 27.08.2026)
  39. Zweiter Angriff auf Ust-Luga Laut Gouverneur fing die Luftabwehr 52 Drohnen ab, ein Brand im Hafen war bis 9:30 Uhr Moskauer Zeit gelöscht. (The Moscow Times, 01.09.2026)
  40. Streit um Transitzahlen US-Vertreter nannten bis zu 40 Schiffe am Tag, Tracker wie Kpler zählten 5 bis 11 und Lloyd's List rund 12 Transits täglich. (Al Jazeera, 03.09.2026)
  41. Panama kürzt Transits wegen Dürre Die Kanalbehörde senkte die Tagestransits von 36 auf 34 und den Tiefgang für die größten Schiffe am 02.09. auf 14,63 Meter. (The Rio Times, 09/2026)
  42. Jizan zum dritten Mal getroffen Die Raffinerie Jizan wurde laut Insiderberichten zum dritten Mal in zwei Monaten angegriffen; im August verließ laut Bericht keine Exportladung Jizan. (OilPrice.com, 07.09.2026)
  43. Huthis erobern Mokha Die Huthis nahmen die Hafenstadt Mokha am Roten Meer ein, ihr größter Geländegewinn seit Jahren. (Al Jazeera, 10.09.2026)
  44. Ost-West-Pipeline abgeschaltet Nach Drohnentreffern schaltete Saudi-Arabien die Leitung vorsorglich ab; Riad nennt den Irak als Startort, Bagdad bestätigte am 13.09. die Provinz Maysan, bekannt hat sich niemand. (CNN, 11.09.2026)
  45. Huthis nehmen Dhubab und Perim Laut Asharq Al-Awsat besetzten die Huthis den Bezirk Dhubab und die Insel Mayun (Perim) im Bab al-Mandab; eine formelle Sperrung der Meerenge gibt es nicht. (Asharq Al-Awsat, 09/2026)
  46. Hanish-Inseln an Huthis Nach dem Rückzug regierungsnaher Kräfte übernahmen die Huthis die Inseln Groß- und Klein-Hanish nördlich der Meerenge. (Euronews, 14.09.2026)
  47. Panama senkt auf 32 Transits Die Kanalbehörde reduzierte die täglichen Transits weiter auf 32, Panamax-Slots auf 23. (The Rio Times, 09/2026)
  48. Teilweiser Neustart angekündigt Saudi-Arabien will laut Berichten die Hälfte der Pipelinekapazität binnen Tagen und die volle Leistung binnen sechs Wochen wiederherstellen; Brent fiel auf rund 103 Dollar. (Trading Economics, 17.09.2026)
  49. Einstufung vom 17.09. Ab hier zeigt die Karte die redaktionelle Einstufung vom 17.09.2026. Sie stützt sich je Punkt auf die neueste verfügbare Quelle, die im Detailfeld genannt ist. (globaloilshock.com, 17.09.2026)
  50. Drohnen treffen Raffinerie Jaroslawl Ukrainische Drohnen setzten die Raffinerie Slawneft-JANOS in Jaroslawl in Brand, Kapazität rund 300 Tsd. Barrel am Tag. Der Gouverneur bestätigte Schäden. (The Moscow Times, 17.09.2026)
  51. Streit um die Durchfahrten am Bab al-Mandab Reuters zählte 21 Durchfahrten am 16.09. Das Middle East Monitor berief sich auf IMF PortWatch und nannte 4 Schiffe in den vorangegangenen 24 Stunden, also für weitgehend denselben Zeitraum. Dieselbe Datenquelle wird an anderer Stelle mit 31 Durchfahrten am 13.09. zitiert. Die Zahlen sind nicht miteinander vereinbar. (Reuters via Arab Times und Middle East Monitor, 17.09.2026)
  52. IEA beziffert den Ausfall Durch die Straße von Hormus flossen im August 7,6 Mio. Barrel am Tag, 13,1 Mio. weniger als vor dem Krieg. Seit Kriegsbeginn seien die ausgefallenen Exporte auf knapp 2,8 Mrd. Barrel gestiegen. (IEA, 18.09.2026)
  53. US-Sanktionsgesetz unterzeichnet Präsident Trump unterzeichnete am Freitag ein Gesetz, das Zölle von bis zu 100 Prozent gegen die fünf größten Käufer russischen Öls und Gases sowie Maßnahmen gegen die Schattenflotte ermöglicht. Die Anwendung liegt in seinem Ermessen. (Al Jazeera, 19.09.2026)
  54. CENTCOM meldet Sechsmonatshoch Admiral Brad Cooper sagte, das US-Militär habe binnen zwei Monaten den Transport von 1 Mrd. Barrel begleitet. Das Volumen aus Öl, Gas und Ladung der vergangenen zwei Wochen sei das höchste seit sechs Monaten. Iran habe null Barrel ausgeführt. Das US-Militär ist Konfliktpartei. (Fortune, 19.09.2026)
  55. Huthis greifen Riad und Yanbu an Die Huthis beanspruchten Angriffe auf Riad sowie auf Bisha, Taif, Farasan und Aramco-Anlagen in Yanbu. Die saudisch geführte Koalition meldete eine abgefangene ballistische Rakete auf Riad, die Behörden nannten keine Opfer und keine Schäden. Anwohner berichteten dagegen von einer Explosion und einer schwarzen Rauchsäule über einem Tanklager am Flughafen King Khalid. (Al Jazeera, 19.09.2026)
  56. Moskauer Raffinerie getroffen Beide Rohöldestillationsanlagen der Moskauer Raffinerie von Gazprom Neft brannten, die Verarbeitung wurde gestoppt. Ab dem 21.09. bot das Werk keinen Kraftstoff mehr an der Börse an. (Kyiv Post, 22.09.2026)
  57. Rekordverladung in Ras Tanura An einem Ladetag am Wochenende luden laut TankerTrackers sieben Supertanker rund 14 Mio. Barrel; MarineTraffic misst für denselben Tag sechs Supertanker mit knapp 12 Mio. Barrel. Die Golfverladungen lagen seit dem 12.09. im Schnitt bei 3,7 Mio. Barrel am Tag, davor bei 2,9 Mio. Rund 60 Mio. Barrel wurden auf Umladungen vor Sohar umgeleitet. (Reuters via Al Arabiya, 21.09.2026)
  58. Tanker von Projektil getroffen Der unter britischer Flagge fahrende Tanker La Stephanie wurde beim Einlaufen in die Straße von Hormus von einem Projektil getroffen, zwei Besatzungsmitglieder wurden leicht verletzt. Ein zweites Schiff wurde von Trümmern getroffen. Beide fuhren aus eigener Kraft weiter. (UKMTO via Al Arabiya, 21.09.2026)
  59. Katar: 17 Prozent der LNG-Kapazität aus QatarEnergy-Chef Saad al-Kaabi sagte, die Schäden am Komplex Ras Laffan hätten rund 17 Prozent der katarischen LNG-Kapazität stillgelegt. Zwei Anlagen bräuchten bis zu drei Jahre Reparatur. (QatarEnergy via Tradingpedia, 21.09.2026)
  60. Huthi-Offensive auf Taiz CNN berichtete am 21.09. über eine laufende Großoffensive der Huthis auf die Region Taiz und wachsenden Druck auf die Provinz Marib. Der Bab al-Mandab bleibe unter ihrer Kontrolle. (CNN, 21.09.2026)
  61. Ost-West-Pipeline läuft wieder an Laut Reuters pumpt die Leitung seit dem 22.09. wieder, zunächst mit niedriger Rate. Eine Sicherheitsquelle nennt 40 Prozent der Kapazität in wenigen Tagen und sechs bis acht Wochen bis zum vollständigen Neustart. Drei von elf Pumpstationen wurden beschädigt. In Yanbu sollten die Verladungen noch am selben Tag wieder anlaufen. Aramco äußerte sich nicht. (Reuters via Arab News, 22.09.2026)
  62. Iran signalisiert Öffnung Nach Berichten von Reuters und Kyodo bot Iran an, die Straße binnen sieben Tagen wieder zu öffnen, wenn die USA den militärischen Druck verringern. Die iranische Agentur Fars wies die Berichte als unzuverlässig zurück. US-Außenminister Rubio zeigte sich offen für ein Treffen. (Euronews, 22.09.2026)
  63. Washington erwägt Dieselexportverbot Präsident Trump sprach sich für ein Verbot von US-Dieselexporten aus. Finanzminister Bessent sagte, die Regierung prüfe ein vollständiges oder teilweises Verbot. Das American Petroleum Institute warnte, ein Verbot würde das Problem vergrößern. (Axios, 22.09.2026)
  64. Irak korrigiert die Exportzahlen Das Ölministerium stellte klar, dass die Ausfuhren im September im Schnitt bei rund 2,6 Mio. Barrel am Tag liegen. Die kursierenden 4 Mio. bezogen sich auf einen einzelnen Exporttag. (Iraq Business News, 22.09.2026)
  65. Suezkanal meldet mehr Verkehr Die Kanalbehörde nannte für August 1.358 Durchfahrten, 27 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, umgerechnet rund 44 Schiffe am Tag. Am 22.09. passierte die OOCL Portugal als erstes Schiff von COSCO seit Beginn der Rotmeerkrise den Kanal in Südrichtung. (Suezkanalbehörde via Cyprus Shipping News, 22.09.2026)
  66. Huthi-Raketen auf Yanbu und Riad abgefangen Die saudisch geführte Koalition schoss nach eigenen Angaben sechs ballistische Raketen ab, zwei davon mit einem griechischen Patriot-System. Die Huthis nannten als Ziele ein Objekt in Riad und Aramco-Anlagen in Yanbu. Alarm gab es auch für Taif, Mekka, Dschidda und Tabuk. Opfer oder Schäden an den Ölanlagen meldeten die Behörden nicht. (Al Jazeera, 24.09.2026)
  67. Frankreich sagt Luftabwehr für Yanbu zu Präsident Macron kündigte Soldaten, Radare und Verteidigungssysteme für Yanbu an. Am Vortag, dem 24.09., war Brent nach den Huthi-Angriffen im Handelsverlauf auf gut 108 US-Dollar gestiegen; am 25.09. gab der Kurs wieder nach. Über den Schlusskurs des 25.09. gehen die Angaben auseinander: EnergyNow nennt 104,32 US-Dollar, The National 104,30 und Al Jazeera 105,77. (Al Jazeera, 25.09.2026)
  68. Trump lehnt Irans Sieben-Tage-Plan ab Iran hatte am 25.09. bei der UN-Generalversammlung einen Fahrplan vorgelegt: zuerst eingefrorene Gelder, Ölsanktionen und Blockade, dann die Öffnung der Straße von Hormus binnen sieben Tagen. Präsident Trump lehnte das Angebot ab. Außenminister Araghchi sagte am 27.09., Teheran halte an seinen Bedingungen fest und warte auf eine offizielle Antwort über Vermittler. Der Gesprächskanal über Katar, Oman und die UN ist nicht geschlossen. (CBS News 26.09.2026, Al Jazeera 28.09.2026)
  69. Raffinerie Ilski nach Drohnenangriff in Brand Die Raffinerie Ilski in der Region Krasnodar mit 6,6 Mio. Tonnen Jahreskapazität stellte den Betrieb nach einem Drohnenangriff ein. Laut dem ukrainischen Hersteller Fire Point wurden drei Destillationsanlagen und ein Tanklager beschädigt. Das russische Verteidigungsministerium meldete 645 abgefangene Drohnen in derselben Nacht. Die Anlage wurde laut Kyiv Independent bis Juni 2026 mindestens 16-mal getroffen. (Kyiv Independent, 26.09.2026)
  70. Libyen: Leitung Sharara nach Zawiya fünf Tage still Eine bewaffnete Gruppe schloss Ventil 7 der Rohölleitung von Sharara nach Zawiya. Die NOC bezifferte den Ausfall am 25.09. auf 720.362 Barrel und über 75 Mio. US-Dollar, The National nannte am 26.09. über 942.000 Barrel und rund 95 Mio. US-Dollar für die ganze Woche. Die Raffinerie Zawiya mit 120 Tsd. Barrel Kapazität legte eine Verarbeitungseinheit still. Spät am 26.09. wurde das Ventil wieder geöffnet. Es Sider war nicht betroffen. (Libya Observer 26.09.2026, The National 26.09.2026, Quantum Commodity Intelligence 27.09.2026)
  71. Ost-West-Pipeline auf mindestens halber Kapazität Die Leitung erreichte laut Bloomberg mindestens 3,5 Mio. Barrel am Tag, etwa die Hälfte ihrer Kapazität von 7 Mio. und rund zwei Drittel des Durchsatzes von rund 5,5 Mio. vor dem Angriff. Kpler schätzte den Durchsatz am 29.09. auf rund 2,65 Mio. Barrel am Tag und erwartet 3 bis 4 Mio. in den folgenden Tagen; zwei Handelsquellen nannten für die Verladungen in Yanbu rund 2 Mio. Ein vollständiger Neustart kann laut Bloomberg rund sechs Wochen dauern. Aramco und das Energieministerium äußern sich nicht. (Bloomberg via Rigzone 28.09.2026, Reuters via Marine Link 29.09.2026)
  72. Katar verlängert die Force Majeure erneut QatarEnergy verlängerte die höhere Gewalt für LNG-Lieferungen bis in den November, für die italienische Edison bis Anfang Dezember. Betroffen sind auch Käufer in Pakistan, Bangladesch und mindestens ein Käufer in Indien. Die LNG-Preise in Europa und Asien stiegen laut The National auf den höchsten Stand seit Ende 2022. (The National, 28.09.2026)
  73. Kpler: höchste Nahost-Ausfuhr seit Kriegsbeginn Der Nahe Osten exportierte im September 12,8 Mio. Barrel am Tag, den höchsten Wert seit Kriegsbeginn. Durch die Straße von Hormus liefen im Septemberschnitt 7,4 Mio. Barrel am Tag, in der Woche bis zum 27.09. passierten 19 Tanker, davon 17 Supertanker. US-Finanzminister Scott Bessent nannte dagegen 15 bis 22 Mio. Barrel am Tag und bezifferte das iranische Öl auf See auf rund 15 Mio. Barrel; er gehört zu einer Konfliktpartei. (Al Jazeera, 28.09.2026)
  74. Irak sucht Wege an Hormus vorbei Die irakischen Ausfuhren liegen laut Al Jazeera bei rund 2,5 Mio. Barrel am Tag gegen 3,5 Mio. vor der Krise, rund 90 Prozent der Golfrouten sind blockiert. Die Pipeline nach Ceyhan wurde auf 750 Tsd. Barrel am Tag ausgelegt, dazu fahren rund 250 Tsd. Barrel am Tag per Lkw von Basra nach Kirkuk; der Pilotbetrieb begann laut der Basra Oil Company am 16.09. Dieselbe Gesellschaft nannte am 24.09. rund 2,6 Mio. Barrel am Tag aus den Südhäfen, was eine andere Bezugsgröße ist als die Gesamtausfuhr. Die Einnahmeverluste seit Kriegsbeginn beziffert Al Jazeera auf rund 60 Mrd. US-Dollar. (Al Jazeera 28.09.2026, Asharq Al-Awsat 24.09.2026 (Basra Oil Company))
  75. Panamakanal lässt wieder mehr Schiffe durch Die Kanalbehörde hob den höchstzulässigen Tiefgang in den Neopanamax-Schleusen mit sofortiger Wirkung von 14,63 auf 14,94 Meter an und kündigte an, die täglichen Durchfahrten ab dem 15.10. von 32 auf 33 zu erhöhen. Begründet wurde das mit Niederschlägen nahe dem langjährigen Mittel und mit Wassersparmaßnahmen. Das Einzugsgebiet bleibt laut Behörde im Wasserdefizit. Im Normalbetrieb sind es 36 Durchfahrten am Tag. (Panamakanalbehörde, 28.09.2026)
  76. Putin beschränkt Raffinerie- und Exportdaten Ein Dekret verbietet, Raffinerie-, Export-, Käufer- und Routendaten zu veröffentlichen, sofern das Unternehmen sie nicht selbst offenlegt; die Regierung hat zehn Tage für die Produktliste. Laut Reuters soll das die Durchsetzung von Sanktionen erschweren. Das erschwert unabhängige Zahlen zu Raffinerieausfällen. (Kyiv Independent, 28.09.2026)
  77. Dieselexportverbot bleibt offen Entschieden ist nichts. Energieminister Chris Wright sagte am 23.09., ein Verbot funktioniere nicht. Das Weiße Haus signalisierte Senator Ted Cruz am 26.09., es komme nicht. Präsident Trump nannte es am 27.09. sehr ernsthaft geprüft. Am 28.09. hieß es aus dem Weißen Haus, geprüft würden drei Wege unterhalb eines Verbots: freiwillige Begrenzungen der Produzenten, eine Aussetzung der Bundessteuer auf Diesel und Maßnahmen der Bundesstaaten. Handelskammer und Business Roundtable hatten am 24.09. schriftlich gewarnt. (Yahoo Finance 28.09.2026, Bloomberg 26. und 29.09.2026, CNBC 24.09.2026)
  78. Russische Seeexporte auf Zweimonatshoch Die russischen Rohölausfuhren per Schiff lagen im Vierwochenschnitt bis zum 27.09. bei 3,71 Mio. Barrel am Tag, dem höchsten Stand seit Anfang August; in der Einzelwoche waren es 3,99 Mio. Die Erlöse beziffert Bloomberg auf 2,75 Mrd. US-Dollar in dieser Woche. Das Dieselexportverbot begrenzt den Gewinn aus den höheren Preisen. (Bloomberg via Moscow Times, 29.09.2026)
  79. Iran warnt, keine Infrastruktur bleibe sicher Parlamentspräsident und Chefunterhändler Ghalibaf: Wenn Iran kein Öl verkaufen könne, werde in der Region niemand Öl verkaufen, oder ohne Sicherheit für Iran bleibe keine Infrastruktur sicher. Der Sprecher der Revolutionsgarden nannte die Straße geschlossen und bestritt die US-Darstellung, sie sei offen. (Times of Israel, 29.09.2026)
  80. Koalition meldet Angriff in Medina, Huthi dementieren Laut saudisch geführter Koalition fiel bei einem Angriff auf ein Umspannwerk in Medina ein Transformator aus, das Netz blieb intakt; Drohnentrümmer belegten nach ihren Angaben eine Beteiligung der Huthi. Die Huthi nennen das eine Lüge. Al Jazeera konnte den Vorfall nicht unabhängig prüfen. (Al Jazeera, 01.10.2026)
  81. Brent wechselt auf den Dezember-Kontrakt Der November-Kontrakt für Brent lief am 30.09. aus. Er notierte am 29.09. bei 103,19 US-Dollar, der Dezember-Kontrakt am selben Tag bei 96,31 US-Dollar. Der Sprung von rund sieben Dollar in den üblichen Kursanzeigen ist der Wechsel des Liefermonats, kein Preisrutsch. Die Terminkurve ist stark rückläufig gestaffelt; am 28.09. lag der vordere Abstand laut DTN über sieben Dollar je Barrel. (ICE Futures Europe (Ablaufkalender), oilprice.com 29.09.2026, DTN 28.09.2026)
  82. Russland verlängert das Dieselexportverbot bis Ende Oktober Die Regierung verlängerte das Ausfuhrverbot für Diesel für Produzenten bis zum 31. Oktober; für Nicht-Produzenten gilt es bis Januar, für Benzin ein vollständiges Ausfuhrverbot bis Januar, für Kerosin bis November. Als Grund nennt sie die Versorgung im Inland während der Erntesaison und Engpässe nach ukrainischen Drohnenangriffen auf Raffinerien. (The Moscow Times, 30.09.2026)
  83. US-Antwort auf Irans Plan über Katar Die formelle Antwort der USA auf den iranischen Sieben-Tage-Plan ging über Katar in Teheran ein. Offiziell veröffentlicht ist ihr Inhalt nicht. (Gulf News, 30.09.2026)
  84. Riad kündigt entschlossene Antwort an Kronprinz Mohammed bin Salman sagte vor dem Schura-Rat, das Königreich werde auf jede Bedrohung entschlossen antworten. Er verwies auf eine multinationale defensive Seekoalition zum Schutz der Seewege und auf das Verteidigungsabkommen mit der Türkei und Pakistan. (Al Jazeera, 30.09.2026)
  85. Brent steigt auf 102,31 US-Dollar Der Dezember-Kontrakt schloss bei 102,31 US-Dollar, 4,37 Prozent höher. Reuters meldete unter Berufung auf vier Insider, chinesische Raffinerien setzten die Ausfuhr von Raffinerieprodukten außer nach Hongkong und Macau bis auf Weiteres aus; eine offizielle Bestätigung gibt es nicht. Als weiteren Treiber nennt Dawn einen Bericht des Wall Street Journal über einen dritten US-Flugzeugträger. (Reuters via Dawn, 01.10.2026)
  86. Erneut Tanker in Hormus getroffen Laut der britischen UKMTO wurde ein Tanker in der Straße von Hormus von einem unbekannten Geschoss getroffen und geriet in Brand, die Besatzung blieb unverletzt. Einen Urheber nannte die Behörde nicht. (Asharq Al-Awsat, 02.10.2026)
  87. Trump lässt Angriffe nach der Kongresswahl offen Präsident Trump sagte, er müsse entscheiden, Iran anzugreifen oder einen Deal zu schließen; eine Wiederaufnahme der Bombardierung nach der Kongresswahl am 3. November ließ er offen. Die Trägergruppe USS Theodore Roosevelt ist seit dem 27.09. unterwegs und soll Ende Oktober bis Ende November eintreffen. (Gulf News, 02.10.2026)
  88. Putin beziffert Raffinerieschäden Beim Waldai-Forum schätzte Präsident Putin die Kosten der ukrainischen Angriffe auf Raffinerien auf rund ein Prozent des BIP. Diesel könne wegen der Sanktionen nicht auf den Weltmarkt; für Produzenten hat Russland die Ausfuhr bis Ende Oktober selbst verboten. (Meduza, 01.10.2026; The Moscow Times, 30.09.2026)
  89. Angriff auf Khamis Muschait und Jazan Laut saudisch geführter Koalition wurden vier Drohnen und zwei ballistische Raketen abgefangen. Trümmer beschädigten Gebäude und Autos in Khamis Muschait, Opfer gab es keine. Laut Al Jazeera halten die Huthi Abschnitte der Rotmeerküste, die Höhen über dem Bab al-Mandab aber bisher nicht. (Arab News, 01.10.2026; Al Jazeera, 01.10.2026)
  90. Drohnen treffen Wolgograd und Samara In der Nacht trafen ukrainische Drohnen laut Meduza die Raffinerie Wolgograd, das Chemiewerk Kaustik und eine Transneft-Anlage mit Tanklager bei Samara. Der Gouverneur von Wolgograd sprach von einem massiven Drohnenangriff auf Industrieinfrastruktur; die Brände sind nur durch Augenzeugenvideos belegt, offiziell bestätigt sind sie nicht. (Meduza, 02.10.2026)
  91. G7 geben 100 Mio. Barrel frei Die G7 beschlossen, über die IEA 100 Millionen Barrel Rohöl und Diesel freizugeben, sofort beginnend und über vier Monate verteilt, mit einem substanziellen Dieselanteil in den ersten 20 Tagen. Vorausgegangen waren die US-Forderung nach mindestens 100 Millionen Barrel Diesel aus Europa und die Drohung mit einem US-Exportverbot, das die EU-Kommission ablehnte; ob die Drohung weiter gilt, ist offen. Der europäische Diesel-Future fiel danach im Tagesverlauf um 8 Prozent (Stand 16:25 Uhr). (The Irish Times, 02.10.2026)

Heizölpreis-Prognosen: Deutschland · Österreich · Schweiz · France · España · US Northeast

Schiffszahlen: IMF PortWatch (International Monetary Fund), von uns zu Wochenmitteln zusammengefasst. AIS-Daten unterschätzen den Verkehr, wenn Schiffe ihre Transponder abschalten. Mengen vor der Krise und Fahrtdauer: U.S. Energy Information Administration. Heizölpreise: EU Weekly Oil Bulletin, heizoel24.ch, NYSERDA. Gasspeicher: GIE AGSI+. Kartengrundlage: Natural Earth. Seewege schematisch nach Eurostat SeaRoute (EUPL-1.2). Pipelines schematisch.

Diesen Stand teilen

Der Link öffnet die Karte genau so, wie du sie gerade siehst: Ausschnitt, Datum, Filter und Auswahl.

Vorschau des Teilen-Bildes
Diese Seite lädt nichts von WhatsApp, X oder Facebook. Erst dein Klick öffnet den jeweiligen Dienst.
Rechner

Jetzt deinen Oil-Shock berechnen

Wir fragen dich 4 kurze Dinge - Szenario, Blockaden, Haushalt, Währung - und zeigen dir in 60 Sekunden, was dich die kommenden 12 Monate wirklich kosten.

So funktioniert's (aufklappen)
  1. Szenario wählen
    Live-Brent-Preis oder eigenes Szenario (+20%, +40%, Eskalation). Kein Login nötig.
  2. Blockaden aktivieren
    Hormuz, Bab el-Mandeb oder Suez - jede Route addiert einen spezifischen Risiko-Aufschlag.
  3. Haushalt eingeben
    Land, Personen, Haushaltsgröße. Wir schätzen Verbrauchsprofile aus EIA- und IEA-Benchmarks.
  4. Ergebnis erhalten
    Jahres-Schätzung in deiner Währung, aufgeschlüsselt in Sprit, Heizen, Strom, Lebensmittel. Teilbar als Share-Karte.
60 Sekunden · kostenlos · keine Registrierung · keine Finanzberatung
Jetzt berechnen
Überblick

Was du hier findest

Die Karte oben zeigt, welche Versorgungswege offen sind, der Rechner, was die Lage dich kostet. Alles Weitere hat eine eigene Seite, jede mit Stand und Quelle.

Du suchst mit Google? Lege Global Oil Shock als bevorzugte Quelle fest, dann zeigt dir Google Meldungen von uns öfter an, etwa in den Top Stories.Als bevorzugte Quelle festlegen

Die Lage in Zahlen

Brent von heute bis zwölf Monate zurück, also bis vor die Krise, dazu die Ereignisse, die den Preis bewegt haben.

Stand 02.10.2026
100,03USD je Barrel, Brent-Future (ICE)Veränderung wird geladen
Brent, USD je Barrel Ereignis mit Quelle Tage und Wochen aus unserer eigenen Reihe, zwölf Monate aus Brent-Futures (BZ=F)

Je mehr Wege gesperrt oder gestört sind, desto teurer und länger wird der Transport von Rohöl und Diesel nach Europa. Diese Mehrkosten landen erfahrungsgemäss mit einigen Wochen Verzögerung auf deiner Heizöl- und Tankrechnung, den Rechenweg dazu findest du in unserer Methodik zum Pass-Through-Effekt.

Zustand aller 65 Wege, Häfen und Pipelines in der Karte oben

Trump lässt Angriffe nach der Kongresswahl offen

Präsident Trump sagte, er müsse entscheiden, Iran anzugreifen oder einen Deal zu schließen; eine Wiederaufnahme der Bombardierung nach der Kongresswahl am 3. November ließ er offen. Die Trägergruppe USS Theodore Roosevelt ist seit dem 27.09. unterwegs und soll Ende Oktober bis Ende November eintreffen.

Gulf News, 02.10.2026

Putin beziffert Raffinerieschäden

Beim Waldai-Forum schätzte Präsident Putin die Kosten der ukrainischen Angriffe auf Raffinerien auf rund ein Prozent des BIP. Diesel könne wegen der Sanktionen nicht auf den Weltmarkt; für Produzenten hat Russland die Ausfuhr bis Ende Oktober selbst verboten.

Meduza, 01.10.2026; The Moscow Times, 30.09.2026

Angriff auf Khamis Muschait und Jazan

Laut saudisch geführter Koalition wurden vier Drohnen und zwei ballistische Raketen abgefangen. Trümmer beschädigten Gebäude und Autos in Khamis Muschait, Opfer gab es keine. Laut Al Jazeera halten die Huthi Abschnitte der Rotmeerküste, die Höhen über dem Bab al-Mandab aber bisher nicht.

Arab News, 01.10.2026; Al Jazeera, 01.10.2026

Drohnen treffen Wolgograd und Samara

In der Nacht trafen ukrainische Drohnen laut Meduza die Raffinerie Wolgograd, das Chemiewerk Kaustik und eine Transneft-Anlage mit Tanklager bei Samara. Der Gouverneur von Wolgograd sprach von einem massiven Drohnenangriff auf Industrieinfrastruktur; die Brände sind nur durch Augenzeugenvideos belegt, offiziell bestätigt sind sie nicht.

Meduza, 02.10.2026

G7 geben 100 Mio. Barrel frei

Die G7 beschlossen, über die IEA 100 Millionen Barrel Rohöl und Diesel freizugeben, sofort beginnend und über vier Monate verteilt, mit einem substanziellen Dieselanteil in den ersten 20 Tagen. Vorausgegangen waren die US-Forderung nach mindestens 100 Millionen Barrel Diesel aus Europa und die Drohung mit einem US-Exportverbot, das die EU-Kommission ablehnte; ob die Drohung weiter gilt, ist offen. Der europäische Diesel-Future fiel danach im Tagesverlauf um 8 Prozent (Stand 16:25 Uhr).

The Irish Times, 02.10.2026

Passend zum Thema