Ölpreis heute · Brent und WTI

Ölpreis heute: Brent bei 96,93 Dollar am 1. Oktober 2026

Stand 1. Oktober 2026: Brent 96,93 USD/bbl (01.10.2026, 07:03 CEST) · WTI 89,15 USD/bbl (01.10.2026, 07:03 CEST, HeizOel24.at) · Heizöl Ø Deutschland 167,85 €/100 L (−0,01 % zum Vortag)
Lage zum Monatsstart: US-Antwort auf Irans Hormuz-Plan am 30.09. über Katar eingegangen, Streit um die Reihenfolge der Schritte; Saudi-Arabien exportiert wieder über Yanbu; Brent seit 1.10. im Dezember-Kontrakt, 5,50 $ unter dem ausgelaufenen November. Was das für die Preise heißt

Archivierter Stand vom 02.10.2026. Die aktuelle Fassung mit den neuesten Zahlen steht unter Ölpreis heute, 01.10.2026: Brent 96,93 $, WTI 89,15 $.

Brent-Kurschart mit dem Stand vom 1. Oktober 2026

Brent kostete am Donnerstag, dem 1. Oktober 2026, um 07:03 Uhr 96,93 Dollar je Barrel, WTI 89,15 Dollar (HeizOel24, Börsenwerte). Der ausgewiesene Tagesverlust von 6,35 Prozent ist zum größten Teil kein Preissturz, sondern der Kontraktwechsel: Der November-Kontrakt lief am 30. September mit 103,53 Dollar aus, seit heute gilt der Dezember-Kontrakt, der am Vorabend bei 98,03 Dollar geschlossen hatte (Bloomberg via Rigzone). Die Woche davor lief so: Montag plus rund ein Prozent nach Trumps Nein zu Irans Sieben-Tage-Plan, Dienstag minus 2,6 Prozent, weil Saudi-Arabien seine Rotmeer-Exporte wieder hochfährt, Mittwoch plus 0,9 Prozent (Reuters via The Nation, Bloomberg via Rigzone). Am 30. September ging die US-Antwort auf den iranischen Plan über Katar in Teheran ein; beide Seiten sind sich über die Schritte weitgehend einig, streiten aber über die Reihenfolge (Gulf News). Diese Seite nennt den letzten Stand mit Uhrzeit, den Verlauf der Woche, die Gründe und was sie für Heizöl, Diesel und Benzin bedeuten. Sie wird an Handelstagen aktualisiert; das Datum in der Statuszeile gilt.

1. Der letzte Stand, mit Uhrzeit

96,93 Dollar je Barrel Brent am Donnerstag, dem 1. Oktober, um 07:03 Uhr nennt HeizOel24 in seinen Börsenwerten, WTI 89,15 Dollar. Wer die Zahl mit dem Vortag vergleicht, muss den Kontraktwechsel kennen: Am 30. September war der letzte Handelstag des November-Kontrakts, der bei 103,53 Dollar schloss; der Dezember-Kontrakt, der seit heute als Referenz gilt, schloss am selben Abend bei 98,03 Dollar (Bloomberg via Rigzone). Die 5,50 Dollar Abstand sind die Backwardation: Öl zur sofortigen Lieferung ist teurer als Öl in zwei Monaten, weil der Markt knapp ist. Der heutige Morgenkurs liegt rund 1,1 Prozent unter dem Dezember-Schluss, nicht 6,35 Prozent unter dem Vortag.

DatumBrentQuelle
01.10.2026, 07:03 Uhr96,93 $ (Dezember)HeizOel24, Börsenwerte
30.09.2026, Schluss98,03 $ Dezember (+1,9 %) · 103,53 $ November (+0,9 %)Bloomberg via Rigzone
29.09.2026, Schluss102,59 $ (−2,69 $, −2,6 %)Reuters via The Nation, Bloomberg via Rigzone
28.09.2026, Schluss105,28 $ (+0,9 %)aus der Reuters-Tagesveränderung vom 29.09. zurückgerechnet; investingLive: rund 105 $, plus etwa 1 %
25.09.2026, Schluss104,32 $ (−2,14 %)EnergyNow
24.09.2026, Schluss106,60 $ (+3,4 %)Reuters via Investing.com
22.09.2026, 17:30 UTC99,97 $eigene API
vor einem Jahr68,94 $Fortune (24.09.)
31.03.2026 (Jahreshoch)118,35 $Wikipedia
01.07.2026 (Jahrestief)71,57 $Wikipedia

WTI schloss am 28. September bei 92,60 Dollar, am 29. bei 89,38 Dollar (−3,5 Prozent) und am 30. bei 90,42 Dollar (+1,2 Prozent), jeweils November-Kontrakt (Reuters via The Nation, Bloomberg via Rigzone). Der Abstand zu Brent ist mit dem Kontraktwechsel auf rund acht Dollar geschrumpft. Was die beiden Sorten unterscheidet, erklärt das Lexikon unter Brent und WTI.

2. Warum der Ölpreis so stark schwankt

Die Woche hatte zwei Kräfte, die gegeneinander arbeiten. Am Montag, dem 28. September, sprang Brent im frühen Handel um mehr als vier Dollar, nachdem Präsident Trump Irans Sieben-Tage-Plan zur Öffnung von Hormuz abgelehnt hatte; im Lauf des Tages schmolz der Aufschlag, weil Katar getrennte Gespräche mit beiden Seiten ankündigte, und der Schluss lag nur rund ein Prozent höher bei 105,28 Dollar (investingLive, Reuters). Am Dienstag fiel der Preis um 2,6 Prozent auf 102,59 Dollar, weil Saudi-Arabien nach dem Neustart der Ost-West-Pipeline wieder Tanker in Yanbu belädt und die Seeexporte aus dem Nahen Osten im September auf 16,33 Millionen Barrel am Tag stiegen, den höchsten Stand seit Kriegsbeginn Ende Februar (Reuters via The Nation). Am Mittwoch, dem letzten Handelstag des November-Kontrakts, ging es um 0,9 Prozent auf 103,53 Dollar nach oben (Bloomberg via Rigzone).

Trump sagte am 28. September zu Axios: „They want to make a deal, but it is not the deal that I want to make“, und bestritt, Zugeständnisse angeboten zu haben: „I offered them NOTHING!“ Ein US-Beamter nannte die indirekten Gespräche „positiv und konstruktiv“, ohne Lösung der Nuklearfrage gebe es aber keinen Abschluss (CBS News). Außenminister Araghchi traf am 28. September die katarischen Vermittler in New York und erwartete die formelle US-Antwort bis Dienstag (Al Jazeera). Sie kam am 30. September über Katar: Beide Seiten seien sich über die nötigen Schritte weitgehend einig, uneins aber über die Reihenfolge, also darüber, wer zuerst geht (Gulf News). Irans Plan: Öffnung der Meerenge binnen sieben Tagen gegen Ende der US-Seeblockade, Aussetzung von Sanktionen, Freigabe von rund 12 Milliarden Dollar und eine regionale Waffenruhe einschließlich Libanon (Al Jazeera).

Dazu bleibt die Meerenge gefährlich: Am 29. September wurden nach Angaben der britischen UKMTO zwei Schiffe von Projektilen getroffen (Gulf News); CBS News berichtet von einem Schiff mit gelöschtem Brand. Die Durchfahrt hat in den vergangenen Wochen zugenommen, Reeder verlangen aber hohe Risikoaufschläge, und Rohöl, Produkte und Gas fließen weiter deutlich unter normal (Gulf News). Was der Stand der Gespräche für die Preise heißt, steht mit Szenarien unter Hormuz-Plan abgelehnt: Folgen für die Preise.

3. Was den Preis bremst und was ihn treibt

Es gibt Kräfte in beide Richtungen, und beide sind belegt. Auf der bremsenden Seite: Saudi-Arabien fährt die Ost-West-Pipeline wieder mit halber Kapazität und verlädt in Yanbu (Reuters via The Nation, 29. September); Goldman Sachs schätzt, dass rund 23 Millionen Barrel am Tag den Nahen Osten über Hormuz und Ausweichrouten verlassen, nahe am Vorkriegsniveau (Bloomberg via Rigzone, 30. September); Trading Economics nennt 13,2 Millionen Barrel am Tag allein durch Hormuz (1. Oktober); der Gesprächskanal über Katar ist offen (Gulf News); die OPEC+ wird ihre Novemberquoten voraussichtlich unverändert lassen (Trading Economics); und die EIA rechnet in ihrem Basispfad mit 90,66 Dollar im vierten Quartal 2026 und 73,74 Dollar im Jahresschnitt 2027 (STEO, 9. September). Mehr dazu unter Ölpreis-Prognose 2027.

Auf der treibenden Seite steht vor allem Diesel. Die US-Destillatlager liegen auf dem tiefsten Septemberstand seit 1982 (EnergyNow, 22. September), Russland sperrt seine Dieselausfuhren bis Ende Oktober, und die Raffinerie Ilski ist seit dem 26. September außer Betrieb (Kyiv Independent). Die Fracht macht nach Asien mindestens ein Viertel des Rohölpreises aus, gegen fünf bis sechs Prozent im Jahr 2025 (OilPrice.com, 22. September). Und die Erfahrung vom Sommer: Nach dem Bruch der Waffenruhe am 8. Juli stieg Brent von 71,57 Dollar am 1. Juli auf 96,78 Dollar am 24. Juli (Wikipedia). Warum Diesel stärker steigt als Rohöl, steht unter Dieselknappheit Winter 2026/27.

4. Was der Ölpreis für Heizöl, Diesel und Benzin heißt

Heizöl folgt Brent mit einigen Tagen Verzögerung und über den Umweg Gasöl: In Deutschland kostete es am 1. Oktober 167,85 Euro je 100 Liter (HeizOel24, −0,01 Prozent zum Vortag), in Österreich 184,45 Euro (HeizOel24.at, unverändert), in Frankreich am 30. September 1 847 Euro je 1 000 Liter (prixfioul.fr). Als Faustregel unserer Methodik (159 Liter je Barrel, 1,14 Dollar je Euro) entsprechen zehn Dollar je Barrel rund 5,5 Cent je Liter vor Steuern. Gasöl, der Vorläufer des Heizölpreises, notierte am Morgen bei 1.434 Dollar je Tonne, 2,17 Prozent unter dem Vortag (HeizOel24, 07:03 Uhr). Die Tagesseiten: Heizölpreis heute Deutschland, Heizölpreis heute Österreich.

An der Zapfsäule ist der Ölpreis nur ein Teil: In Deutschland kostete Diesel am 28. September 2,428 Euro und Super E10 2,267 Euro je Liter (ADAC, Wochenvergleich). Seit heute, dem 1. Oktober, senkt der Tankrabatt die Energiesteuer auf Benzin und Diesel um 14,04 Cent, mit Mehrwertsteuer bis zu 16,7 Cent je Liter; für Heizöl gilt er nicht. Ob die Cent an der Säule ankommen, zeigen die ADAC-Tagespreise der nächsten Tage.

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5. Häufige Fragen zum Ölpreis heute

Wie hoch ist der Ölpreis heute?
Am 1. Oktober 2026 um 07:03 Uhr kostete Brent 96,93 Dollar je Barrel (Dezember-Kontrakt) und WTI 89,15 Dollar (HeizOel24, Börsenwerte). Am Vorabend hatte der Dezember-Kontrakt bei 98,03 Dollar geschlossen (Bloomberg via Rigzone). Den jeweils neuesten Stand nennt die Statuszeile oben.
Warum zeigt Brent heute minus 6 Prozent?
Weil der November-Kontrakt am 30. September ausgelaufen ist und der Vergleich jetzt den Dezember-Kontrakt gegen den November-Schluss von 103,53 Dollar stellt. Dezember schloss am 30. September bei 98,03 Dollar; gegen diesen Wert liegt der Morgenkurs rund 1,1 Prozent tiefer (Bloomberg via Rigzone, HeizOel24; eigene Rechnung).
Wie hat sich der Ölpreis in dieser Woche entwickelt?
Brent November: 105,28 Dollar am 28. September (+0,9 Prozent nach Trumps Nein zum Iran-Plan), 102,59 Dollar am 29. (−2,6 Prozent, Saudi-Exporte erholen sich), 103,53 Dollar am 30. (+0,9 Prozent) (Reuters via The Nation, Bloomberg via Rigzone, investingLive).
Was hat die US-Antwort an Iran gebracht?
Sie ging am 30. September über Katar in Teheran ein. Nach Gulf News sind sich beide Seiten über die nötigen Schritte weitgehend einig, streiten aber über die Reihenfolge. Trump hatte am 28. September gesagt, Iran wolle einen Deal, aber nicht den, den er wolle (CBS News). Ein Abschluss ist nicht in Sicht; die Meerenge bleibt weitgehend gesperrt.
Wo stand der Ölpreis vor einem Jahr?
Bei 68,94 Dollar je Barrel Brent (Fortune, Vergleichswert vom 24. September 2026). Der Preis liegt damit rund 40 Prozent darüber.
Warum ist WTI billiger als Brent?
Am 30. September schloss WTI bei 90,42 Dollar, Brent Dezember bei 98,03 Dollar (Bloomberg via Rigzone). US-Rohöl muss nicht durch Hormuz und steht in einem versorgten Markt. Einzelheiten im Lexikon unter Brent und WTI.
Was bedeutet der Ölpreis für meinen Heizölpreis?
Zehn Dollar je Barrel sind nach unserer Faustregel rund 5,5 Cent je Liter vor Steuern; Heizöl folgt mit einigen Tagen Verzögerung. Am 1. Oktober 2026 kostete Heizöl in Deutschland 167,85 Euro je 100 Liter (HeizOel24).

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