1. Die 100 Euro: wer, wie viel, wann, wie
Die Hilfe richtet sich an „gros rouleurs“, also an Menschen, die mit dem eigenen Fahrzeug zur Arbeit fahren, unter Einkommensgrenzen von 2.035 Euro im Monat für Alleinstehende und 6.104 Euro für ein Paar mit Kindern (Hérault Tribune, 22. September 2026). Sie beträgt 100 Euro je Person für Oktober und November 2026. Der Kreis wächst von 3 auf 5,5 Millionen Menschen; 2,5 Millionen, die bisher nicht berechtigt waren, werden es jetzt.
Wer die Hilfe in der früheren Fassung schon bekommen hat, muss nichts tun; die Zahlung kommt automatisch. Wer mit den neuen Grenzen dazukommt, beantragt sie auf der Website der Steuerverwaltung; ein Formular war am 22. September noch nicht veröffentlicht, und wir nennen kein Datum, das wir nicht haben. Bei 2,41 Euro je Liter entsprechen 100 Euro rund 41 Litern Gazole, knapp einer Tankfüllung. Für Grenzgänger aus Deutschland gilt die Hilfe nicht; sie ist an die französische Einkommensteuer gebunden.
2. Energiescheck 2027: mehr Haushalte, früher ausgezahlt, auch für Heizöl
Der Chèque énergie 2027 geht im Januar 2027 statt im April an 4,5 Millionen Haushalte, 700.000 mehr als bisher, mit 48 bis 277 Euro je nach Einkommen (Hérault Tribune). Das ist der Teil des Pakets, der Heizölkunden betrifft: Der Scheck kann direkt beim Heizöllieferanten eingelöst werden, wie bei einem Gas- oder Stromversorger. Die laufende Kampagne mit Beträgen und Bedingungen steht auf unserer französischen Seite Chèque énergie 2026.
Was das Paket nicht enthält: eine Senkung der Mineralölsteuer TICPE oder einen Rabatt an der Zapfsäule. Gazole bleibt beim Marktpreis, 2,41 Euro am 20. September, und Heizöl auch, 1 855 Euro je 1 000 Liter am 22. September (prixfioul.fr). Für einen Haushalt, der 2 000 Liter bestellt, deckt der Höchstscheck von 277 Euro rund 7 Prozent der Rechnung. Wie Frankreichs Heizölpreis heute steht, zeigt Prix du fioul aujourd'hui.
3. Arbeitnehmer, Bau, Landwirtschaft, Fischerei, Pflege: der Gewerbeteil
| Maßnahme | Betrag | Dauer | Begünstigte |
|---|---|---|---|
| Arbeitgeber-Spritprämie | Obergrenze 600 → 1.000 Euro, steuer- und abgabenfrei | nicht angegeben | Beschäftigte, deren Arbeitgeber sie zahlt |
| Baudiesel (GNR) | 0,20 Euro je Liter | bis 31.12.2026 | Bauunternehmen |
| Agrardiesel (GNR) | 0,15 Euro je Liter | bis 31.12.2026 | Landwirte |
| Fischerei | 70 % der Mehrkosten gegenüber Vorkrise; zinslose Darlehen bis 50.000 Euro | bis Dezember 2026; Darlehen ab 01.10.2026 | Fischereibetriebe |
| Freiberufliche Pflegekräfte | 80 Euro im Monat, Stundung von URSSAF-Beiträgen möglich | zwei Monate | 25.000 Pflegekräfte |
Alle Zahlen stammen aus der Vorstellung vom 22. September 2026, wiedergegeben von Hérault Tribune. Die Arbeitgeberprämie ist eine Möglichkeit, keine Pflicht. Die Regierung ordnet die Maßnahmen in eine langfristige Elektrifizierungsstrategie ein, um die Abhängigkeit von fossilen Kraftstoffen zu verringern. Was Agrardiesel im deutschen Kontext bedeutet, erklärt das Lexikon unter Agrardiesel.
4. Drei Länder, drei Antworten: Paris, Berlin, Madrid
Frankreich hilft gezielt, Deutschland senkt an der Zapfsäule: Ab dem 1. Oktober sinkt die deutsche Energiesteuer auf Benzin und Diesel um 14 Cent je Liter, rund 17 Cent brutto, für alle, drei Monate lang, für 2,5 Milliarden Euro (ZDFheute, 19. September; siehe Tankrabatt Oktober 2026). Spanien lässt seinen 20-Cent-Rabatt auf Diesel am 30. September auslaufen und bereitet ein Dekret vor (Motor16, 22. September; siehe Spanien: Dieselrabatt endet). Drei Länder, drei Wege bei einem Diesel zwischen 1,83 und 2,47 Euro je Liter.
Der französische Weg hat eine Logik: Eine Steuersenkung nützt denen am meisten, die am meisten fahren, und deutsche Ökonomen halten sie für wenig zielgenau (ZDFheute); die 100 Euro unter Einkommensgrenze gehen an Haushalte, die auf das Auto angewiesen sind. Sein Nachteil ist die Höhe: 100 Euro für zwei Monate bei 2,41 Euro je Liter sind eine Tankfüllung, während ein deutscher Autofahrer drei Monate lang rund 17 Cent je Liter spart. Für Grenzgänger im Saarland, in der Pfalz oder in Baden ist die Rechnung einfach: Ab Oktober ist Tanken in Deutschland um den Rabatt günstiger, Frankreich gibt keinen Preisvorteil. Warum Diesel überall so teuer ist, steht unter Warum ist Diesel teurer als Benzin.
Was 2,41 oder 2,47 Euro je Liter auf deine Jahreskilometer machen, rechnest du in einer Minute aus.
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