Heizen

Heizkörper entlüften vor der Heizsaison

Heizkörper mit Thermostat-Hand im warmen Licht, illustrative Darstellung der Tip-Kategorie Heizen

Luft im Heizkörper senkt die Leistung um bis zu 15 Prozent.

2-5 € pro Woche 5 min Aktualisiert 2026-04-22

Inhalt

  1. So geht es
  2. Häufige Fehler
  3. Unterm Strich

Luft im Heizkörper verhindert, dass heißes Wasser alle Teile erreicht. Das führt zu kalten Stellen und zu weniger Wärmeleistung. Wenn du deine Heizkörper regelmäßig entlüftest, steigt die Effizienz um bis zu 15 %, und die Heizanlage läuft leiser.

Schritt für Schritt

In jedem Heizkörper sollte nur Wasser sein, kein Gas. Wenn bei der Installation oder später Luft eindringt, entsteht ein Luftpolster oben im Körper. Das Wasser kann nicht höher fließen, der Körper bleibt teilweise ungeheizt. Das Kesselventil muss mehr Druck aufbringen, der Stromverbrauch steigt. Durch das Entlüftungsventil (oben am Körper) lässt du diese Luft ab, damit nur noch Wasser im System zirkuliert.

Quelle: VdZ Forum Wohnenergie, Luft im Heizkörper reduziert Wärmeabgabe um bis zu 15 %

Schritt für Schritt

  1. Heizkörper identifizierenSuch dir einen Heizkörper, der zu Beginn der Heizperiode nicht richtig warm wird oder unten warm und oben kalt ist. Typischerweise ist das ein Körper, der lange nicht entlüftet wurde.
  2. Entlüfterschlüssel besorgenKauf dir einen Entlüfterschlüssel (Kosten 2–5 €) oder nutze einen Schlitzschraubenzieher. Das Entlüftungsventil sitzt oben rechts oder links am Heizkörper und hat eine kleine Schraube oder Öffnung.
  3. Wasser unter dem Ventil auffangenStell einen kleinen Behälter oder ein Tuch unter das Ventil. Dreh die Schraube langsam mit dem Schlüssel gegen den Uhrzeigersinn auf, es wird zischen, wenn Luft entweicht.
  4. Luft ablassen bis Wasser kommtHalte die Schraube offen, bis kein Zischen mehr zu hören ist und Wasser ohne Luft-Bläschen herauskommt. Das dauert 20–30 Sekunden pro Körper. Dann sofort wieder zudrehen.
  5. Alle Körper durchgehenWiederhole das bei jedem Heizkörper in der Wohnung, angefangen mit dem obersten Geschoss oder dem weitesten vom Kessel entfernten Raum. Mach das 1× pro Heizperiode oder wenn Körper nicht warm werden.

Beispiel-Rechnung

Vorher: Wohnzimmer-Heizkörper: unten 60 °C, oben nur 30 °C, läuft die ganze Zeit laut / zischt
Nachher: Nach Entlüften: Körper wird gleichmäßig 55–60 °C, läuft leiser, Heizleistung im Raum sichtbar höher. Gesamtanlage nutzt weniger Brennstoff für gleiche Raumtemperatur → ca. 2–3 % Ersparnis pro Heizkörper, bei mehreren Körpern 10–15 %

Wie viel sparst DU durch regelmäßiges Entlüften?

Schlüsselwörter und Kontext

Dieser Tipp richtet sich an Haushalte, die ihren Energie- und Lebenshaltungskosten-Verbrauch konkret senken wollen. Er ergänzt die anderen Maßnahmen in derselben Kategorie und wird am wirksamsten in Kombination umgesetzt.

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Häufige Fragen

Kann ich das auch allein machen, wenn ich Mieter bin?
Ja, Entlüften ist eine Wartungsmaßnahme, die Mieter selbst durchführen können. Manche Vermieter schätzen das sogar, weil es die Heizanlage schont. Sag aber Bescheid, wenn große Mengen Wasser austreten.
Wie oft sollte ich entlüften?
1× pro Heizperiode zu Beginn (September/Oktober) ist Standard. Wenn Körper später wieder Luft aufnehmen (seltene Fälle), erkennst du das am ungleichmäßigen Wärmen, dann nochmal entlüften.
Kann aus dem Ventil Wasser spritzen?
Nein, beim Entlüften kommt zuerst Luft, dann Wasser aus. Das Wasser tritt langsam aus. Mit Auffangtuch passiert nichts Schlimmes. Wenn es spritzt, dreh sofort zu, dann ist zu hoher Druck im System.
Wie kombiniere ich diesen Tipp mit anderen?
Wirkungen addieren sich: je mehr Tipps umgesetzt, desto höher die Ersparnis bis zu einer Obergrenze.

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