Luft im Heizkörper verhindert, dass heißes Wasser alle Teile erreicht. Das führt zu kalten Stellen und zu weniger Wärmeleistung. Wenn du deine Heizkörper regelmäßig entlüftest, steigt die Effizienz um bis zu 15 %, und die Heizanlage läuft leiser.
Schritt für Schritt
In jedem Heizkörper sollte nur Wasser sein, kein Gas. Wenn bei der Installation oder später Luft eindringt, entsteht ein Luftpolster oben im Körper. Das Wasser kann nicht höher fließen, der Körper bleibt teilweise ungeheizt. Das Kesselventil muss mehr Druck aufbringen, der Stromverbrauch steigt. Durch das Entlüftungsventil (oben am Körper) lässt du diese Luft ab, damit nur noch Wasser im System zirkuliert.
Schritt für Schritt
- Heizkörper identifizierenSuch dir einen Heizkörper, der zu Beginn der Heizperiode nicht richtig warm wird oder unten warm und oben kalt ist. Typischerweise ist das ein Körper, der lange nicht entlüftet wurde.
- Entlüfterschlüssel besorgenKauf dir einen Entlüfterschlüssel (Kosten 2–5 €) oder nutze einen Schlitzschraubenzieher. Das Entlüftungsventil sitzt oben rechts oder links am Heizkörper und hat eine kleine Schraube oder Öffnung.
- Wasser unter dem Ventil auffangenStell einen kleinen Behälter oder ein Tuch unter das Ventil. Dreh die Schraube langsam mit dem Schlüssel gegen den Uhrzeigersinn auf, es wird zischen, wenn Luft entweicht.
- Luft ablassen bis Wasser kommtHalte die Schraube offen, bis kein Zischen mehr zu hören ist und Wasser ohne Luft-Bläschen herauskommt. Das dauert 20–30 Sekunden pro Körper. Dann sofort wieder zudrehen.
- Alle Körper durchgehenWiederhole das bei jedem Heizkörper in der Wohnung, angefangen mit dem obersten Geschoss oder dem weitesten vom Kessel entfernten Raum. Mach das 1× pro Heizperiode oder wenn Körper nicht warm werden.