Mobilität

Reifendruck: prüfen alle 4 Wochen

Radfahrer auf urbaner Bike-Lane im Morgenlicht, illustrative Darstellung der Tip-Kategorie Mobilität

0,3 bar zu wenig erhöhen den Verbrauch um bis zu 2 Prozent. Alle 4 Wochen prüfen lohnt sich.

3-6 € pro Woche 5 min Aktualisiert 2026-04-22

Inhalt

  1. So geht es
  2. Häufige Fehler
  3. Unterm Strich

Falscher Reifendruck ist einer der häufigsten Verbrauchsfresser und oft völlig unbemerkt. Schon 0,3 bar zu wenig Luftdruck kann den Spritverbrauch um 1–2 % pro 0,1 bar erhöhen. Eine regelmäßige Kontrolle kostet 5 Minuten und spart am Ende 50–60 €/Jahr.

Schritt für Schritt

Zu niedriger Reifendruck vergrößert die Auflagefläche des Reifens, das erhöht den Rollwiderstand. Der Motor muss dann mehr Kraft aufwenden, um das Auto zu bewegen. Ein Rad mit zu hohem Druck hingegen sitzt enger und rollt leichter, aber reduziert die Bodenhaftung. Optimal ist: +0,2 bar über Herstellerangabe (an der Fahrertür oder im Handbuch angegeben). Das ist der Sweet-Spot für Spritverbrauch und Sicherheit.

Quelle: ADAC Reifendruck-Studie, ADAC: bis zu 6 % Mehrverbrauch bei zu niedrigem Reifendruck; optimal ist Herstellerangabe +0,2 bar

Schritt für Schritt

  1. Reifendruck-Sollwert ermittelnÖffne die Fahrertür. Innen auf dem Türrahmen oder im Tankdeckel findest du ein Etikett mit dem Sollwert (z.B. 2,2 bar vorn, 2,5 bar hinten). Addiere +0,2 bar für Sprit-Optimum.
  2. Kalt-Druck messenMesse Reifendruck morgens oder nach mindestens 3 Stunden Parkzeit. Nach dem Fahren ist der Druck durch Reibung wärmer und höher, das verfälscht das Ergebnis.
  3. Alle vier Reifen prüfenNutze ein digitales Druckmessgerät (~15 €). Prüfe alle vier Reifen. Hinweis: Ersatzrad nicht vergessen, wenn du es regelmäßig nutzt.
  4. Monatlich kontrollierenKalender-Erinnerung setzen. Der Druck sinkt kontinuierlich um ~0,1 bar pro Monat natürlicherweise. Mit Temperaturwechsel noch schneller.
  5. Ventile prüfenWenn Druck immer wieder sinkt, könnte das Ventil undicht sein. Lasse es an der Tankstelle oder Werkstatt kurz kontrollieren (meist kostenlos).

Beispiel-Rechnung

Vorher: Martin fährt mit original-Herstellervorgabe: 2,0 bar, durchschnittlich 7,8 L/100km, 1.500 km/Monat = 182,50 €
Nachher: Nach Erhöhung auf 2,2 bar: 7,3 L/100km (-6,4 %), 1.500 km/Monat = 171 €. Ersparnis 138 €/Jahr

Wie viel sparst DU mit optimalem Reifendruck?

Schlüsselwörter und Kontext

Dieser Tipp richtet sich an Haushalte, die ihren Energie- und Lebenshaltungskosten-Verbrauch konkret senken wollen. Er ergänzt die anderen Maßnahmen in derselben Kategorie und wird am wirksamsten in Kombination umgesetzt.

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Häufige Fragen

Erhöht höherer Reifendruck die Sicherheit nicht?
Nein. Zu hoher Druck verschlechtert die Bodenhaftung und erhöht den Verschleiß in der Mitte des Reifens. Halte dich an die Herstellerangabe +0,2 bar.
Ändern sich die Herstellervorgaben je nach Last?
Ja. Wenn du voll beladen fährst, gibt es oft höhere Vorgaben (meist auf der Fahrertür unter ‚Max Load'). Reisendes Gepäck bedeutet höherer Druck nötig.
Wie oft sollte ich den Druck messen?
Mindestens monatlich, besser alle 2 Wochen. Mit Jahreszeiten-Wechsel sinkt der Druck zusätzlich (Winter kälter = niedrigerer Druck).
Wie kombiniere ich diesen Tipp mit anderen?
Wirkungen addieren sich: je mehr Tipps umgesetzt, desto höher die Ersparnis bis zu einer Obergrenze.

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